Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1901)
- Article
- Konitz
- Date
- 1901-01-01
- Page
- 34 (sequence 2)
- Language
- German
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x>nt dcuLscbeu Reich. :U werLH hmzustellen, von der amtlichen „Weimarischen Zeitung" empfohlen wurde, die sogar so weit ging, in ihrer Expedition eine Sammelstelle für diese merkwürdige „Vereinigung" einzurichten. Weniger verwunderlich war es, daß sich die antisemitisch-konservative „Kreuz-Ztg." über die liberalen Blatter erboste, welche den Aufruf der „Vereinigung" einer Kritik unterzogen hatten, während das fromme Blatt an der antisemitischen Tendenz jenes Schriftstückes nicht das Geringste auszusetzen hatte. Es schrieb: „Zu der Sache selbst wollen wir uns hier nicht äußern, da es uns im höchsten Grade zweifelhaft erscheint, ob Nachforschungen privater Natur im gegenwärtigen Stadium der Sache noch irgend etwas zur Aufklärung beitragen können. So lange aber die liberale Presse nichts dagegen einzuwenden hat, daß der „Verein von Staatsbürgern jüdischen Glaubens" sich zugestandenermaßen, wenn auch von ganz anderen Gesichtspunkten aus mit demselben Gegenstände befaßt, hat sie kein Recht, die Bestrebungen christlicher Männer auf diesem Gebiete als Verdächtigung, der Behörden zu bezeichnen, ja sogar von bem „Vorwürfe der schlimmsten Pflichtverletzung" zu sprechen, der gegen diese erhoben worden sein soll. Davon findet sich, unserer Ansicht nach, in dein Aufrufe nichts. (?) Richtig verstanden ist sein Zweck, wie uns scheint, der, die Aufmerksamkeit der Behörden in dem von uns neulich angedeuteten Sinne zu schärfen, daß sie nämlich gewöhnen, in Fällen, wie der vorliegende, nicht mehr grundsätzlich von „Unmöglichkeiten" anszugehen". Die „Krenz-Ztg." scheint es danach als eine Pflichtverletzung der Behörden zu betrachten, daß diese sich nicht durch Ritualmord-Legenden irreführen lassen, und es sogar wagen in Potsdam sehr treuen Anhängern der „Kreuz-Ztg." die ärgsten „Halsabschneidereien" nachzuweisen. Wahrend sich das konservative Blatt bezüglich des Werthes privater Nachforschungen verklausuliert und nur gegen unsern Verein ausfallend wird, der sich bekanntlich nur in völlig sachlicher Weise mit der Konitzer Sache beschäftigt hat, halten die „Geschäftsantisemitcn" die von der „Kreuz-Ztg." geübte Vonicht für überflüssig. In Leipzig hat sich schleunigst „unter der bewährten Leitung deo bekannten Ingenieurs Th. Fritsch" eine Filiale der Konitzer „Aufklärungs-Vereinigung" etabliert und empfiehlt denen, „welchen das Blut und Leben ihrer Kinder, die Wohlfahrt und Kultur der Völker am Herzen liegt", wegen des Aufrufs, der Flugschriften u. f. w. sich au den Flugschriften - Verlag (Theodor Fritsch), Leipzig, KnrKr. 27, zu wenden! Dort lagern wahrscheinlich noch Nassen von uralten" Flugblättern und Hetzschriften aller Art, die Fritsch, Beyer u. Gen. jetzt bei der ihnen günstig scheinenden Gelegenheit unter dem Vorwand