Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1901)
- Article
- Die Juden als Soldaten
- Date
- 1901-01-01
- Page
- 14 (sequence 14)
- Language
- German
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- Kórnik 2× ep/1047666
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14 Zm deutschen Skid). Groß ist nach den Listen die Zahl der Beförderungen. Zogen die jüdischen Soldaten fast sämmtlich als Gemeine in das Feld, so kam der größte Theil als Unteroffiziere, Sergeanten, Feldwebel zurück, sicher ein Beweis, daß ihre Leistungen vor dem Feinde ihre Vorgesetzten befriedigt haben. Auch die Namen von mehr als 50 jüdischen Kriegern, die im Felde zu Leutnants und Hauptleuten befördert wurden, sind noch bekannt, und diese Thatsache bürgt dafür, daß sie treffliche Dienste geleistet haben; denn sicher wären sie sonst nicht gegenüber dem allgemein geltenden Vorurtheil befördert worden. Waren doch auch unter den noch nicht zum Offizier beförderten jüdischen Chargierten, viele, die die Qualität dazu beseffen hätten. Ein Beispiel für viele: Der Einjährig-Freiwillige Louis Kornik zu Berlin hat den Feldzug 1870/71 von Anfang bis zu Ende mitgemacht. Bei feiner Entlassung vom Militär erhielt er folgendes Attest: Berlin, 1. August 1871. Garde-Corps. 2. Infanterie-Division. 4. Infanterie-Brigade. Kaiser Franz Garde-Grenadier Regiment Nr. 2. Der Vize-Feldwebel Louiö Kornik, am 9. Juni 1848 in Breslau, Kreis und Regierungsbezirk Breslau, geboren, am 1. Oktober 1869 in das Kaiser Franz Gardc-Grcnadicr-Ncgiment Nr. 2 eingetreten, am 11. April 1870 zum überzähligen Gefreiten, am 22. Oktober 1870 zum überzähligen Unteroffizier und am 14. Juni 1871 wegen Auszeichnung vor dem Feinde zum Vize-Feldwebel befördert, hat sich während seiner Dienstzeit „gut" geführt und durch das Maaß seiner körperlichen und. geistigen Gewandtheit, durch seine moralischen Eigenschaften und durch seine anerkennenswerthen Leistungen im Feldzüge 1870/71,. welche ihn zu einer Auszeichnung berechtigen, sich derartig brauchbar zu einem Reserve-Offizier gezeigt, daß ich ihm hiermit das Zcugniß der Qualifikation zum dereinstige» Offizier in der Reserve ertheile. (Stempel deü (Unterschrift des Regiments.) Kommandeurs.) Endlich geben auch die Verlustlisten ein deutliches Bild von der Tapferkeit der Juden. 4700 jüdische Soldaten sind uns mit Namen bekannt, davon sind nicht weniger als 483, das heißt mehr als 10 % getötet oder verwundet worden, während die Quote, der