Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1901)
- Article
- Die Juden als Soldaten
- Date
- 1901-01-01
- Page
- 11 (sequence 11)
- Language
- German
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Me >ZuDen a!s SoLdat^. .11 wurde für sein braves Verhalten mit dem Eisernen Kreuz H. Clasie belohnt. S. 591. Die Sergeanten Gerbert aus Charlottenburg und Henschel aus Posen zeichneten sich am 11. Januar bei Erstürmung einer Höhe durch große Tapferkeit aus und waren die Ersten auf der Höhe. Gerbert fand auf derselben Stelle leider seinen Tod. Henschel war auch am Tage vorher einer der Eisten gewesen, die beim Sturme auf Changs die Stadt betraten. Auch aus den Regimentögcschichten wollen wir einige Heldenthaten jüdischer Soldaten aufzählen. Aus der Geschichte des badischen Leib-Grcnadier-NegimentS von Hauptmann von Barfewisch. S. 181. Schlacht bei Nuits 18./12. 1870: Bei der 12. Compagnie weiß Füsilier Heinrich Bär aus Graben, Amt Karlsruhe, trotz aller tiefernsten Sceiten ringsum, während dieses Angriffes dennoch seine Kameraden zu lauter Heiterkeit anzuregen. Beim Sturm auf die Bahnlinie einer der-^verwcgcnsten, führt er, nachdem ein Granatsplitter sein Gewehr durch, löchert und ihm aus der Hand geschlagen hat, ein Chasfcpot. Zwei Franzosen, welche er persönlich gefangen genommen, müssen ihm die nöthige Munition sammeln und zutragen. Gehen die Patronen auf die Neige, so ruft Bär zum allgemeinen Gaudium immer und immer wieder mit drollig höflicher Geberde: „Allons, messieurs, des cartouches“. Diensteifrig springen stets von Neuem die beiden herbei. Geschichte des badischen Infanterie-Regimentes dir. 114 von Wanker von Dankcnschwcil, Prcmierlicutenant: S. 83. In heftigem Feuer nahm der Sergeant Berg ein diesseits der Jll stehendes Haus, warf die Franzosen hinaus, durchwatete dann, zunächst nur gefolgt von den Gefreiten Rehm und Haarburger, die 4—5 Fuß tiefe Jll und machte so die Brücke für die Unsrigen frei. S. 167. Folgende Unterofficiere und Mannschaften, die schon bisher stets die ersten waren, die sich nach den größten Strapazen und in den gefährdetstcn Lagen stets freiwillig zu Patrouillen und sonstigen Unternehmungen meldeten, verdienen auch hier wieder den Ehrenplatz einzunehmen: an dritter Stelle: der Gefreite Haarburger. —