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Im deutschen Reich · 1900-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1900) · p. 373

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1900)
Article
Max Freudenthal [Rezension]
Date
1900-06-01
Page
373 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Bücherschau. 373 dabei war, so streng war er gegen die Aufnahme oder Duldung solcher, die durch Unehrenhaftigkeit der Gemeinde Schande machten. — Seinen Kindern und Enkeln gelang es, wieder in Berlin festen Fuß zu fassen. Von höchstem Interesse sind die weiten Verzweigungen der Wäschen Familie. Der Leser findet Beziehungen zur Familie Geld.ern-Heine, zu Behrend Lehmann, dem Vorfahren unseres Emil Lehrliann-Dresden, zu dem bekannten Berliner Daniel Jtzig und anderen Berliner Familien. Dankenswerth ist der Bericht über die Thätigkeit dieser Berliner Juden, über die Anlage von Seiden- und Kattunfabriken in Berlin, Potsdam, Bernau, über die Anerkennung, die diese Verdienste um die Gewerbethätigkeit an allerhöchster Stelle fanden, über den Heldentod, den ein Enkel Daniel Jtzig's als freiwilliger Jäger in der Schlacht bei Lützen 1813 starb. Rühmend kann an diesen Männern hervorgehoben werden, daß, so hoch fie auch. in der Gunst ihres Königs, an Ansehen und Besitz stiegen (Daniel Jtzig erhielt schon 1791 für sich und seine Familie ein Naturalisationspatent, das ihn und die Seinigen zu wirklichen, vollberechtigten Staatsbürgern machte), sie dem Glauben der Väter treu blieben und auch ihren Kindern diese Treue zur heiligen Pflicht machten. — Von der reichen Fülle des Anziehenden und Belehrenden, das das Buch von Freudenthal bietet, sind hier nur die Hauptpunkte hervorgehoben. Möge diese Inhaltsangabe dem Buche, deffen guter Druck und schöne Ausstattung ebenfalls Anerkennung verdienen, recht viele Leser verschaffen. Berlin, Mai 1900. J. 8. Soziale Streitfragen. Beiträge zu den Kämpfen der Gegenwart. Herausgegeben von Adolf Damaschke. Heft 7: Moses — Dein Reich komme. Zwei Vorlesungen von Henry George. Berlin, Verlag I. Harrwitz Nachfolger. Eine rechte Pfingstgabe ist dem Referenten die Vorlesung erschienen, die an der Spitze der obigen Broschüre steht. Pfingsten ist uns ja nicht nur „das liebliche Fest^, die Offenbarung Gottes in der Natur, wir feiern an diesem Feste zugleich die andere große Offenbarung Gottes, den Tag vom Sinai. Die Gebote dieses Tages find durch die Jahrtausende Israels Gesetz geblieben und von den Aposteln der neuen Religionen den Heiden gebracht worden. Mochte man auch die alte Religion verleugnen und schmähen, mochte man ihre Bekenner verfolgen und auszurotten suchen, man huldigte ihr unbewußt durch Beibehaltung ihrer Satzungen und Gebote, und Jesus wie Muhamed haben auf dem Werke Moses weiter gebaut. Die

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