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Im deutschen Reich · 1900-04-01 · Heft 4 (April 1900) · p. 196

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 4 (April 1900)
Article
Das Blut im Glauben und Aberglauben der Menschheit
Date
1900-04-01
Page
196 (sequence 5)
Language
German
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196 Im deutschen Reich. beschuldignng nachdrücklich widersprochen haben, kein einziger Papst sie gebilligt hat. Auch der erste Theil ist erheblich vermehrt worden: ich bin gewiß, daß jetzt außer Geistlichen, Lehrern und Staatsanwälten auch Folkloristen von Fach aus ihm Belehrung und Anregung werden gewinnen können. Auf sehr verschiedenen Gebieten des menschlichen Wissens habe ich Umschau halten müssen und die Beschaffung des Stoffes hat sehr viel Zeit und Mühe gekostet; z. B. habe ich, um über den von I. E. Veith geleisteten Eid (S. 173 ff.) Zuverlässiges bieten zu können, etwa fünfzehn Briefe schreiben müssen. Um so lieber sage ich den Herren Prosessoren Dr. Ludwig Freytag, Dr. Ott» Hirschfeld, Dr. med. I. L. Pagel, Dr. tdeol. R. Seeberg, Rabbiner Dr. D. Hoffmann, Dr. med. Julius Preuß und Dr. Moritz Stern (früher in Kiel), sämmtlich in Berlin, sowie Herrn Dr. Erich Bischoff in Leipzig aufrichtigen Dank dafür, daß sie mir manche Frage beantwortet, zu mancher Vervollkommnung dieses Werkes Anregung gegeben haben. — An diesen Ausdruck des Dankes knüpfe ich die Bitte, daß diejenigen, welche das hier Gegebene zu ergänzen, zu berichtigen oder durch Selbsterlebtes zu bestätigen im Stande sind, die Mühe einer möglichst genauen Mittheilung an mich nicht scheuen wollen. Auch eine an sich unbedeutend scheinende Notiz kann durch den Zusammenhang, in dm sie gebracht wird, Werth erhalten. Das offene Eintreten für meine Ueberzeugung, insonderheit das Zurückweisen von Verleumdungen der jüdischen Religion hat mir nicht nur Beschimpfungen in der Tagespresse, sondern auch schweren äußeren Nachtheil gebracht. Dadurch jedoch bin ich nicht einm Augenblick irre geworden in der Gewißheit, daß ich auch ferner so handeln müsse wie bisher. Möge mein Kampf gegm Unwahrhaftigkeit und Aberglaubm. wenigstens Mitwirken zur Förderung des Friedens und reinerer Gotteserkenntniß auf Erdm! Groß-Lichterfelde bei Berlin, 18. Febr. 1900. Hermann L. Strack.

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