Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1899)
- Article
- Deutsche Volksvertreter jüdischen Bekenntnisses
- Date
- 1899-10-01
- Page
- 513 (sequence 1)
- Language
- German
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L-ilschrtst des Tevtralverelss devtscher StaatsbvM MW« Glasbesr. Erscheint zwSlfmal im Jahre. V. Iahkg. Berlin. Dctober *899. Kr. 10. Deutsche Volksvertreter jüdischen Bekenntnisses. Raphael Aosch. II. Von Dr. Hermann Vogelstein, Königsberg i. Pt. große Verfassungskampf, der sich immer schärfer zuspitzte, * gab Kosch wiederholt Gelegenheit, auch in allgemein politischen und freiheitlichen Fragen für das gekränkte Recht einzutreten. Die Preßordonnanzen hatten zahlreiche Petitionen preußischer Städte zur Folge gehabt; aber diese Petitionen waren inhibiert, ihre Urheber und Unterzeichner gemaßregelt worden. Bei der Berathung der Petition der Breslauer und ganz besonders der Königsberger Stadtverordneten geißelte er mit scharfen und bei aller Schärfe immerhin maßvollen Worten diese „tollste Polizeiwirthschast, die je im preußischen Staate existiert hat". Die Ereignisie des Jahres 1866 führten zum Friedensschluß zwischen Parlament und Regierung und zur Spaltung innerhalb der Fortschrittspartei. Kosch, bei aller seiner Versöhnlichkeit der unbeugsame Mann des Rechts, stimmte gegen die Indemnität und lehnte nach eingehender Begründung unter Hinweis darauf, daß er die Frage gewiffenhaft „mit einer Skrupulosität, die ihm eigen sei und die andere vielleicht 35