Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 8 (August 1899)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1899-08-01
- Page
- 438 (sequence 3)
- Language
- German
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3*n deutschen Reich. 488 Werke und Bearbeiter vieler Klavierstücke eine sehr vielseitige Thätigkeit, sondern wirkte auch als geistvoller Mitarbeiter verschiedener jüdischer Blätter in verdienstlicher Weise. So lange es ihm sein Gesundheitszustand erlaubte, zählte er zu den fleißigsten Besuchern der Central-Vereins-Versammlungen. A. L. Briefkasten der Redaktion. D. N. Berlin. Die „Jüdisch" überschriebene Notiz der „Deutschen Tageszeitung" kennzeichnet so recht die Kampfesweise dieses agrarisch-antisemitischen edlen Blattes. Ueber die Aeußerungen der „Volkszeitung", die Berliner Kirchenbauten betreffend, mögen die Meinungen auseinandergehen, jedenfalls ist es lächerlich, wenn die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: „Selbst in den radikalsten Antisemitenblättern ist niemals mit den religiösen und Synagogen- Gebräuchen der Juden derart und in solchem Gassentone Hohn getrieben worden wie hier in dem genannten Blatte, das überhaupt kein Recht hat, sich um christliche und kirchliche Dinge zu bekümmern." Erstens ist die „Volrszeitung" kein jüdisches Blatt; zweitens haben die christlichen Redakteure dieses Blattes sehr wohl ein Recht, sich um christliche und kirchliche Dinge zu kümmern; drittens sind antisemitische Redakteure bereits wegen Beschimpfung religiöser Einrichtungen der Juden mehrfach bestraft worden, und noch am 19. Juli brachte die „Deutsche Wacht" im Vertrauen auf die bekannte Milde der sächsischen Judikatur über das angebliche „abergläubische Ritual der Juden bezüglich der Ostermessen" eine Notiz, die selbst im Eldorado der Antisemiten vielleicht nicht straflos bleiben wird. O. N., Berlin. In einem Artikel über „semitische Taktik" lieferte die „Kreuz-Ztg." (am 4. August) eine nette Probe ihrer „H a m m e r st e i n - T a k t i k". Sie schrieb: „Bei diesen beständigen Weinkrämpfen, in denen die ganze jüdische Menschheit über Dreysus liegt, merkt man die Absicht, daß nicht die Person des „Märtyrers auf der Teufelsinsel" gemeint ist, sondern daß es sich um die semitische Sache handelt. Der Fall DreyfuS erhielt erst eine tendenziöse Färbung, als die jüdische Presse einmüthig erklärte: