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Im deutschen Reich · 1899-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1899) · p. 337

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1899)
Article
Ein verkanntes Proletariat
Date
1899-06-01
Page
337 (sequence 4)
Language
German
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Lin verkanntes Proletariat. 887 auch nur 8, 10 oder 12 sh.; dafür werden aber die Arbeiter das ganze Jahr beschäftigt. In den kleinen Werkstätten ist der Lohn, ebenso wie bei der Cigarrettenfabrikation, viel geringer. Von Arbetterverbänden sind zu nennen die: „Cigar Makers Mutual Association“ und ein Frauenverband, die sogenannte: „‘Woman Cigar Makers Protective Union“. Beide Verbände haben zahlreiche Mitglieder, jedoch wird ihre weitere Ausdehnung dadurch gehemmt, daß viele Fabriken keine Verbandsarbeiter annehmen. Die holländischen jüdischen Cigarrenarbeiter besitzen einen eigenen großen Verband. Der Schachtelfabrikation haben sich namentlich in den letzten Jahren viele jüdische Frauen zugewandt, so daß gegenwärtig allein fast 200 Mädchen ihren Lebensunterhalt darin finden. Die Entschädigung, die hier der Fabrikant für die Lehrzeit beansprucht, wird gewöhnlich von demRusso-chervish Committee als Vorschuß gewährt. Nachdem die Mädchen 4 Wochen unentgeltlich gearbeitet haben, verdienen sie zuerst tz bis 8 sh. die Woche; später beläuft sich der Lohn, der stückweise bezahlt wird, für die jugendlichen Arbeiterinnen auf 9 bis 10, für die besonders geschickten auf 16 bis 18 sh. Möbelfabrikation. Die Zahl der jüdischen Arbeiter in dieser Branche beläuft sich auf ungefähr 1500. Um den Sabbath feiern zu können, arbeiten sie gewöhnlich in den kleinen Werkstätten jüdischer Meister. Ihre tägliche Arbeitszeit beträgt hier 12 bis 14 Stunden, der Lohn zwischen 22 und 36 sh. die Woche. Die jüdischen Arbeiter verdienen jedoch weniger als die christlichen, denn sie fabrizieren die ordinäre Qualität. Man beschäftigt Hier eine große Zahl von jungen Burschen, die ebenso wie die „Greeners" nur 6 bis 8 sh. die Woche verdienen. Der jüdische Arbeiterverband „The Hebrew Cabinet Makers Association“ zählt nach Charles Booth etwa 200°), nach meinen Ermittelungen aber mehr (etwa 500) Mitglieder. Gesammtzahl der jüdischenArbeiterLondons. In den besprochenen Erwerbszweigen sind die jüdischen Arbeiter mehr oder weniger unter dem „Sweating" beschäftigt; doch giebt es außerdem immerhin noch eine große Anzahl freier jüdischer Arbeiter. Wie ich es schon am Anfang sagte, bildet ein Theil Charles Booth IV. S. 217.

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