Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1899-03-01 · Heft 3 (März 1899) · p. 155

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 3 (März 1899)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1899-03-01
Page
155 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2316602-2316650-2316654--05106-2323887
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Umschau. 165 junge Arzt ist schließlich in den ersten Februartagen selbst der entsetzlichen Seuche erlegen. — Auch der Antisemitismus ist eine Seuche; ihre Bekämpfung erfordert Aufopferung, aber dieser Kampf gilt nicht nur dem Schutze der Juden, sondern er wird geführt für die Wohlfahrt der ganzen Menschheit, zum Schutz gegen Umsturz und Verwüstung! A. L. Korrespondenzen. Hst Berlin, 18. März. Gestern Mittag ist im 76. Leben Sjahr einer der ausgezeichnetsten deutschen Volksvertreter jüdischen Bekenntnisses, Dr. zur. Ludwig Ba mberger, in seinem stillen Heim in der Margarethenstraße in 'Berlin sanft entschlummert. Kurz vorher schied der gefeierte Sprachforscher und Philosoph, Prof. Dr. Ch. H. S t e i n t h a l, der mit Bamberger in gleichem Alter stand, aus dem Leben. Die vielseitigen Verdien st e dieser beiden Männer sichern ihnen ein bleibendes Andenken, nicht nur unter ihren Glaubensgenossen, sondern in den weitesten Kreisen aller Gebildeten. Eine in der Sitzung der Schuldeputation verlesene Verfügung des Provinzialschulkollegiums in Bezug auf die O r d i n a * riate der jüdischen Lehrerinnen an den hiesigen Gemeindeschulen enthält die Mittheilung, daß der Kultusminister im Prinzip auf seinem in dieser Angelegenheit eingenommenen Standpunkt beharre, jedoch wünsche, daß bei der Ausführung der Anordnungen Härten vermieden werden sollen. Das Provinzialschulkollegium ersucht die städtische Schuldeputation, Kommissare zu ernennen, welche mit seinen Kommissaren am 28. März d. I. Berathungen pflegen sollen über die Ausführungen der seitens des Ministers erlassenen Anordnungen. Der Bescheid des Ministers hat folgenden Wortlaut: „Die Vorstellung der hiesigen städtischen Tchuldeputation vom 10. Novemvcr vorigen Jahres hat mir Veranlassung zu erneuter Prüfung der Lorgäiige gegeben, welche zu ineiner Verfügung vom 27. Dezember 1805 geführt haben. Ich habe aber keinen Grund zn einer Zurücknahme oder 11'

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.