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Im deutschen Reich · 1899-02-01 · Heft 2 (Februar 1899) · p. 83

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 2 (Februar 1899)
Article
Aus dem Protokoll des ersten Verbandstages des Verbandes der jüdischen Lehrervereine
Date
1899-02-01
Page
83 (sequence 1)
Language
German
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Aus dem Protokoll des ersten Oerbandstages des Verbandes der jüdischen Lehrervereine theilen wir, mehrfachen Wünschen entsprechend, den im Heft I dieser Zeitschrift enthaltenen kurzen Bericht ergänzend. Nachstehendes mit: Am ersten Verhandlungstage (26. Dezember v. I.) berichtete Rektor Dr. Adler, der Vorsitzende des Verbandsvorstandes, in kurzen Zügen über die Thätigkeit des Verbandsvorstandes während der verflossenen drei Jahre. Sodann erstattete der Schatzmeister Gutkind - Kaffel den Kassenbericht. Vor Eintritt in die weitere Berathung stellte Liepmannssohn - Minden den Antrag, in einer Resolution zu den bekannten Maßnahmen der Behörden gegen die jüdischen Lehrerinnen Stellung zu nehmen. Der Vorsitzende bekämpfte den'Antrag unter Hinweis aus die in Aussicht genommene Konferenz von Vertretern des Ministeriums und der städtischen Schuldeputation in dieser Angelegenheit; der Antrag wurde hierauf zurückgezogen, dem Vorstand jedoch anheimgegeben, event. in einer Resolution den Standpunkt der Delegierten zu dieser Angelegenheit zum Ausdruck zu bringen. Es wurde darauf in die Berathung der Satzungen der „Pensions-, Wittwen- und Waisenkasse" eingetreten. Der Referent, Dr. Adler-Berlin, gab einen ausführlichen Bericht über die Gründung dieser Kasse, über die Berathung der Satzungen seitens des Verbandsvorstandes und ihre. Genehmigung seitens der Staatsregierung, welche schließlich nur noch die Zustimmung der Delegierten des Lehrerverbandes zur Bedingung gemacht habe. In der sich daran knüpfenden längeren Generaldebatte bekämpften Sturmann-Osterode, Liepmannssobn-Minden und Badt-Breslau die Gründung einer solchen Centralkasse; dieselbe würde die bestehenden Provinzial-Hülfökassen schädigen, wenn.nicht gar in ihrer Existenz bedrohen. Gegen diese Ausführungen wandten sich besonders Bernhard-Tarnowitz, Marx-Alsheim und Steinhardt- Magdeburg. Nachdem Dr. Adler die Erklärung abgegeben, daß die Centralkasse die Mittel nicht aus den mittleren und kleinen Genieinden, sondern aus den jüdischen Großgemeinden wie Berlin,

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