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Im deutschen Reich · 1898-12-01 · Heft 12 (Dezember 1898) · p. 657

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 12 (Dezember 1898)
Article
Zürich
Date
1898-12-01
Page
657 (sequence 2)
Language
German
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Korrespondenzen. 657 werden bekehren lassen, so dürfen wir doch sicher hoffen, daß in dem Maße, wie die KennLniß vom Judenthum, seiner Lehre und seiner Geschichte, sich verbreitet, auch viele der Vorurtheile schwinden werden, an deren Richtigkeit viele Christen heut noch glauben, weil sie von Jugend auf nie etwas anderes gehört haben, als diese falsche Beurtheilung, nie etwas anderes gesehen oder beachtet haben, als was diese ihre Vorurtheile zu bestätigen schien. Wie jede wahre Wissenschaft wird auch die Kenntniß vom Judenthum von Engherzigkeit und Selbstüberhebung befreien, und deshalb sind wir den Männern im Herzen dankbar, die durch einen solchen Unterricht das Heranwachsende Geschlecht erziehen wollen zur wahren, echten Menschenliebe. X Wien, 7. Dezember. Die antisemitische „Ostdeutsche Rundschau" schreibt: „Zahllos sind die Aussprüche Dr. Luegers, daß er nicht eher rasten werde, bevor er nicht die politische und wirthschaftliche Macht des Judenthums gebrochen habe; ungezählt sind die Mahnungen Luegers, ja nichts bei Juden zu kaufen. Nun Dr. Lueger Bürgermeister wurde, fing er an, seine Geschäftsverbindungen mit dem Judenthume anzuknüpfen. Wiederholt haben wir auf die Thatsachen hingewiesen, daß unter Lueger's Herrschaft viele großen Gewinn abwerfende kommunale Lieferungen an Ausländer oder Großjuden, diewenigerNutzen bringenden städtischen Arbeiten aber an Einheimische und Christen vergeben werden. Durch seine sattsam bekannten Phrasen und durch die ihm unterwürfige Presse ist es ihm bisher gelungen, den dummen 5k e r l von Wien glauben zu machen, daß die angeführten Behauptungen nicht richtig wären. Nun kommt die Judenpresse selbst mit der Bestätigung unserer Angaben. Das „Neue Wiener Tagblatt" bespricht die Entwicklung einiger großindustriellen Betriebe in Wien, unter welchen sich auch die Firma R. Ph. Waagner — seit Jahren in dem Besitz des Juden Leon — befindet: „Die Bedeutung ihres Fabrikbetriebes wird durch die Thatsache erhärtet, daß die Firma in den letzten Jahren zu den Gaswerken und Rohrlegungen der Gemeinde Wien durch bedeutende Lieferungen beigetragen hat. Wie viele andere jüdische Firmen Lieferanten der Stadt Wien find, läßt sich bei der Geheimnißthuerei des Stadtrathes nicht feststellen, aber das Vorstehende genügt, um die geschäftlichen Beziehungen der Christlich-Sozialen zum Judenthume zu beleuchten." <£, Petersburg, 2. Dezember. Der Oberst des österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 26, Eduard Ritter von Schweizer, der vor Kurzem als Führer einer Abordnung dem Inhaber des Regiments, dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch, zu dessen fünfzigjährigem Offiziers-Jubiläum die Glück- 5G*

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