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Im deutschen Reich · 1898-08-01 · Heft 8 (August 1898) · p. 403

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 8 (August 1898)
Article
Berlin
Date
1898-08-01
Page
403 (sequence 3)
Language
German
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Korrespondenzen. 403 häßlichen Ausfälle Wengg's als gesetzwidrig gekennzeichnet sind, und in diesem Falle wie in allen ähnlichen Fällen möchten wir den Standpunkt vertreten, daß der § 36011, wenn er schon zu Recht besteht, auch stets dann Anwendung finden sollte, wo er geeignet ist, dem gröbsten Unfug „antisemitischer Kammerjäger" Einhalt zu thun. L. Breslau, 1. August. Am 23 Juni d. I. verstarb hier im Alter von 64 Jahren der ehemalige Leiter der dortigen Diskontobank, Hugo H e i m a n n, der unserm Verein seit der Begründung desselben angehörte. DerDahingeschiedene, welcher den Vorsitz imAufsichtsrathe der SchlesischenDampser-Kompagnie,derBreslauerBaubank,derTrachenberger Zuckersiederei, der Breslau-Warschauer Eisenbahn und bis zum vorigen Jahre der Oberschlesischen Eisenbahnbedarfs-Gesellschaft führte, außerdem dem Aufsichtsrath der Oberschlesischen Zementfabrik und der Schlesischen Bodenkreditbank angehörte, genoß in weiten Kreisen Vertrauen und Ansehen. F. Görlitz, 2. August. Auf dem Verbandstage der schlesischen Thi-erschutz-Vereine, welcher hier am 25. Juni d. I. abgehalten wurde, ist wieder einmal dieSchächtfrage zur Verhandlung gekommen. Von Seiten eines Vereins-wurde durch den Hauptlehrer Babatz-Strehlen der Antrag gestellt und von dem Vertreter in hergebrachter, bekannter Weise begründet: „Der Verband der schlesischen Thierschutz-Vereine möge an zuständiger Stelle ein gesetzliches Verbot des Schächtens erwirken." Mit vieler Energie erhob sich dagegen Ober-Noßarzt Huch- Breslau, der mit großer Wärme die Vorzüge der Schüchtmethode darlegte, welche .seiner Meinung nach eher von den Thierschutz-Vereinen zu empfehlen wäre. Nachdem noch der Vertreter für Kattowitz, Rabb. Dr. Cohn, für das Schächten eingetreten war, wurde der Antrag Babatz mit großer Majorität abgelehnt. Mit allen gegen 2 Stimmen wurde die Resolution (kein Antrag, wie ausdrücklich hervorgehoben wurde) angenommen: „Es möge den einzelnen Thierschutz-Vereinen empfohlen werden, die Schächtfrage im Auge zu behalten und darauf zu achten, daß bei den Vorbereitungen zum Schächten keine Thier- Quälereien Vorkommen." Die ganze Debatte verlief in höchst ruhiger und würdiger Weise, ohne irgend welche gehässigen oder verletzenden Reden. <£> Kattowitz, 5. August. Von hier aus ist an den „Verband der deutschen Thierschutz-Vereine" nachstehendes Schreiben gerichtet worden: „Der Verbandstag der Thierschutz-Vereine des Deutschen Reiches hat in seiner VII. in Hamburg vom 31. Mai bis 3. Juni stattgehabten Versammlung u. A. den

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