Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1898-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1898) · p. 337

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1898)
Article
Berlin
Date
1898-06-01
Page
337 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2316602-2316637-2316644-2322519--04121-2322647
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Lorrespondenzen. 337 einzelnen Gemeinden überlassen blieb, durch ihre geistlichen Organe di« Seelsorge auSüben zu lassen. Im Februar d. I. betrug in der hiesigen Strafanstalt (Lehrterstraße) die Zahl der jüdischen Internierten bereits elf. Die Direktion der Strafanstalt ließ sich daraufhin in dankenSwerther Weise sogleich die Bestellung eines jüdischen Seelsorgers angelegen sein und berief hierzu den auf dem Gebiete der Gefangenen-Seelsorge bereits bewährten städtischen Lehrer, Herrn A. Levy, welcher die Thätigkeit zwar sofort übernahm, dieselbe jedoch erst seit Beginn des Etatsjahres (1. April cr.) im Aufträge der Staatsbehörde ausübt". Nach amtlichen Nachrichten sind im vergangenen Jahr in Berlin 136 Juden zur christlichen Religion übergetreten. Von der Judenmissionsgesellschaft wurden in der evangelisch-lutherischen Bethlehemskirche nur 8'Personen getauft. Während die übrigen Gemeinden nur mit 1—3 Taufen an der Gesammtzahl betheiligt sind, wurden in drei Gemeinden, „Jerusalem", „Neue Kirche" und „Johannes-Moabit", 25 bezw. 20 und 21 Juden getauft. Der Ausschuß desDeutsch-JSraelitischen Gemeindebundes hat beschlossen, zwei staatlich geprüften jüdischen Lehrern zur Theilnahme an dem vom Oberkantor Birnbaum in Königsberg i. Pr. eingerichteten Kursus zurWriterbildung imKantorenf a ch e einen Zuschuß von je 120 Mk. zu gewähren. Geeignete Bewerber wollen sich mit Beifügung authentischer Abschriften ihrer Zeugnisse an den Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, Berlin W., SigiLmundstraße 5, wenden. Die Nr. 45 der „Ni itt Heilungen vom Deutsch- Israelitischen Gemeindsbunde" enthalten das erneute Preisausschreiben, betreffend die Schulbearbeitung der „Grundsätze der jüdischen Sittenlehre". Der Ausschuß des Gemeindebundes stellt folgende Aufgabe: Die „Grundsätze" sollen, ohne daß der Inhalt eine Aenderung erfährt, einer Umformung unterzogen werden, die sie dem Verständnisse zwölfjähriger Schulkinder zugänglich und zu unterrichtlichen Zwecken geeignet macht. Mit den Sätzen sind auswendig zu lernende „Belegstellen" aus der erwähnten Sammlung zu verbinden. Die Arbeiten sind bis zum 28. Februar 1899 an das Bureau des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes, Berlin W., Sigismundstr. 5, einzusenden. Jede Arbeit ist mit einer Aufschrift zu versehen, die zugleich auf einem verschlossenen, den Namen des Verfassers enthaltenden Briefumschlag angebracht ist. Für 25'

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.