Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- Heft 3 (März 1898)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1898-03-01
- Page
- 168 (sequence 6)
- Language
- German
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168 Im deutschen Reich. oder „gar eine bittere Abfuhr für die lebhafte orientalische Phantasie" zu erblicken. Wir hätten nur gewünscht, daß unsere verehrte Kollegin, die Redaktion der „Mittheilungen aus dem Verein zur Abwehr", bei uns Einsicht in das Schreiben des mit dem Vertrauen des Herrn Erzbischofs beehrten Posener Herrn genommen hätte, bevor sie sich zu der unzutreffenden Erklärung herbeiließ: „Die Nachricht, die wir dem Blatte „Im deutschen Reich" entnommen haben, bestätigt sich nicht." A. L. Briefkasten der Redaktion. B. K. Berlin. Der im ersten Hefte dieses Jahrgangs enthaltene Leitartikel bedarf insofern der Ergänzung, als eä Erwähnung verdient, daß am 30. Juni 1892 die erste Versammlung des von Herrn .^ommerzienrath Julius Jsaac berufenen neuen Abwehr- Comites staltgefunden hat, und daß es wiederum Herr Kommerzienrath Jsaac war, der am 5. Februar 1893 die Begründung des Central-Vereins deutscher Staatsbürge'r jüdischen Glaubens veranlaßte, indem er alle diejenigen Herren zu sich einlud, welche ihre Zustimmung zur Löwenfeld'schen Broschüre „Schutzjuden oder Staatsbürger?" schriftlich zmn Ausdruck gebracht^hatten. In jener von dem Einberufer geleiteten Versammlung war nicht nur eine kleine Anzahl, sondern es waren über 200 Herren anwesend. Die Sitzung währte mehrere Stunden. Nach eindringlichen Sieben, welche von den Herren Geh. Medizinalrath Dr. Senator, Dr. Eurt Pariser und anderen Herren gehalten wurden, erreichte die Begeisterung eine solche Höhe, daß im Anschlüsse an diese erste Versammlung sofort der Central-Verein gebildet werden konnte, welcher sich dann einen interimistischen Vorstand wählte. L. L. Berlin. Während die jüdische Bevölkerung in Deutschland nur etwas über 1 betrügt, darf man die Zahl der jüdischen Aerzte auf ca. 16 % aller deutschen Aerzte schätzen. Unter den Gymnasiasten Deutschlands befinden sich ca. 8 oJuden; demnach darf man den Schluß ziehen, daß die Juden sich mit ganz besonderer Vorliebe dem medizinischen Studium widmen. A. B. Berlin. Wahrscheinlich zu dem Zwecke, andere Seebäder möglichst von antisemitischen Störenfrieden zu befreien, wird von juden-