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Im deutschen Reich · 1898-03-01 · Heft 3 (März 1898) · p. 167

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 3 (März 1898)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1898-03-01
Page
167 (sequence 5)
Language
German
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vereMsnachrichten. 167 genoffen bet verschiebensten politischen imb religiösen Richtung ein nützliches Zusammenwirken ermögliche, weil man hier nur bas finde, was uns einigt, bas aber ausschließe, was trennt. Der harmonische Abschluß bes Abends, die große Zahl der an demselben erfolgten Beitrittserklärungen und die seit jenem Abend fast täglich in unfern Bureau eingegangenen nachträglichen Anmeldungen neuer Breslauer Mitglieder haben bewiesen, wie berechtigt die Erwartung war, daß es in einer Stadt, wie Breslau, nur der Aufklärung bedürfen würde, unsere Glaubensgenossen um unsere Fahne zu schaaren. Was der Eifer unserer Vertrauensmänner vermag, zeigt fich besonders in P o s e n, wo die Zahl der Mitglieder sich neuerdings wieder erheblich vermehrt hat und auf 7!äO gestiegen ist. Um so reger ist unser Interesse für die Verhältniffe in der Provinz Posen; um so mehr haben wir Veranlassung, auf die „Post^p"« Angelegenheit zurückzukommen. Zahlreiche Blätter haben die Antwort abgedruckt, die uns auf unsere an den Erzbischof von Posen und Gnesen gerichtete Bitte um Bescheid bezüglich des Hirtenbriefs vom 15« Juli 1836 ertheilt wurde, welcher das Verbot des Dienens bei Juden und das Nähren jüdischer Kinder betraf. Dies veranlaßte den „Kuryer" zu der Aeußerung, „der Erzbischof h a b e auf diese ihm als ungeeignet erscheinende Anfrage schriftlich mit keinem Worte geantwortet; er habe vielmehr in einer mit einem geachteten und hervorragenden Mitgliede des Posener Stadtverordneten - Kollegiums gepflogenen Unterredung erwähnt, daß der Hirtenbrief aus Anlaß einiger Vorkommnisse zwischen Geistlichkeit und Juden veröffentlicht worden sei, und zwar, wenn man die damaligenVerhältnisse in Betracht ziehe, im Interesse des öffentlichen Friedens. Ueber den Inhalt der Unterredung lasse sich jedoch nicht diskutieren, weil man Niemandem die Pflicht auferlegen könne, in Bezug auf private Unterredungen irgend welche Erklärungen abzugeben." Für uns liegt auch nicht die geringste Veranlassung vor, über eine solche Unterredung zu diskutieren. Das von uns völlig genau wiedergegebene Schreiben des Herrn, deffen Stellung der „Kuryer" selbst als eine geachtete und hervorragende bezeichnete, war die im Aufträge des Herrn Erzbischof ertheilte Antwort auf unsere Eingabe. Die Notiz der „Kuryer" enthielt auch gar keine Berichtigung, sondern nur eine Vervollständigung unserer Mittheilung, die wir sonach in allen Punkten aufrecht zu halten, in der Lage sind. Es gehört die ganze antisemitische Einbildungskraft der „Täglichen Rundschau" dazu, in der Notiz der „Kuryer" eine „unangenehme Richtigstellung"

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