Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1897)
- Article
- Umschau
- Date
- 1897-12-01
- Page
- 629 (sequence 9)
- Language
- German
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Umschau. 62» sprachen, daß diese sich nicht wiederholen würden. Wie di« Nat.-Ztg. hört, hat auch der deutsche Vertreter sich diesem Schritte seiner Kollegen angeschloffen. Das Ministerium Stourdza und das Parlament in Bukarest haben dem rumänischen Volke durch Aufstachelung der Leidenschaften einen schlimmen Dienst geleistet. Kein Volk versündigt sich ungestraft an der Menschheit und an der Menschlichkeit! A, L. Korrespondenzen. Berlin, 10. Dezember. Ueber das Verhältniß der Glaubensbekenntnisse in Berlin zu einander schreibt der statistische Mitarbeiter der „Täglichen Rundschau" Folgendes: „Die Zahl der Evangelischen geht im Gegensatz zu derjenigen der beiden anderen Religionen unaufhaltsam zurück, denn ihre Zunahme ist schwächer als diejenige der gesummten Bevölkerung. Dagegen steigt der Zuwachs der Katholiken fortwährend. Auf je 10 000 Einwohner kamen an Evangelischen im 1876 noch 8741, im Jahre 1895 aber nur 8472, an Katholiken aber im Jahre 1875 697 und im Jahre 1895 schon 924. Es giebt also gegenwärtig unter je 10 000 Berlinern 269 Evangelische weniger und 227 Katholiken mehr, alsvor zwanzig Jahren. Auch der Antheil der Juden.steigt stetig, wenn auch langsamer. Unter je 10 000 Einwohnern wurden im Jahre 1875 nur 471, im Jahre 1895 hingegen 502 Juden ermittelt; demnach giebt es . jetzt in Berlin unter je 10 000 Menschen 97 Juden mehr, als vor zwanzig Jahren. Dieses Religionsbekenntniß hat in allen Stadttheilen, mit alleiniger Ausnahme der Dorotheen st adt, verhältnihmähig zugenommen. Die katholischen Mischehen steigen fortwährend, wodurch bei den evangelischen Männern der Antheil der Ehen gleichen Bekenntnisses ständig sinkt. Letzteres ist auch . bei den jüdischen Männern zu Gunsten der katholischen Mischehen der Fall. Bei den jüdischen Frauen steigen zwar die gleichen Ehen, aber hinsichtlich ihrer Mischehen macht sich auch .ein Sinken der evangelischen und ein Steigen der katholischen geltend." Die „Jüdische Presse" berichtete am 17. v. M.: „Seitens des General-Kommandos des Gardekorps war Herr Rabbiner Di\ I. Hildesheimer und in dessen Vertretung Herr Prediger 1>r. Meier Hildesheimer mit der Vorvereidigung der jüdischen Rekruten dieses Truppentheils betraut worden, was unseres