Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1897-12-01 · Heft 12 (Dezember 1897) · p. 591

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 12 (Dezember 1897)
Article
Offener Brief an Herrn Professor Friedrich Paulsen
Date
1897-12-01
Page
591 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2316602-2316624-2316636-2321532--03305-2321621
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

deutschen Reich. Zeitschrift des Lrutralvereills deutscher LtastsbSrser jüdische« Glavde«s. Erscheint zwölfmal im Jahre. III. Iahkg. Berlin, Dezember ,897. Rr. 12. Offener Brief an Herrn Professor Friedrich j)aulsen. Meisterwerk der Schönschreibekunst — mit einem Tintenfleck; ein herrlicher Hallenbau mit einer Kameel-Jnschrist: — das, hochverehrter Herr Professor, ist ein Gleichniß für den ernüchternden Eindruck, den Ihr schönes, überaus lesens- und beherzigenswerthes „System der Ethik" aus mich, und wohl auch auf manchen anderen Leser, gleichviel welchen religiösen Bekenntnisses, gemacht hat,' als er an Ihre Ausführungen über die Judenfrage im IV. Buche (Auflage 4) kam. Sie versichern, . kein Antisemit zu sein, zwei Dinge würden Sie auch immer hindern, es zu werden: aufrichtige Achtung vor manchen Juden, mit denen Sie persönlich bekannt und befreundet seien, und — die vielen fragwürdigen Gestalten der Geschäftsantisemiten. Sie versichern. Niemand zu hassen oder geringzuschätzen, weil er Jude sei. Aber geringschätzend und gehässig reden Sie von den Juden doch. Und das nicht erst in dem hier hauptsächlich zu betrachtenden Abschnitte Ihres Werkes zur Judenfrage; auch an vielen Orten sonst, namentlich im geschichtlichen Rückblicke macht sich diese Auffassung geltend. Sie bezeichnen das Christen-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.