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Im deutschen Reich · 1897-02-01 · Heft 2 (Februar 1897) · p. 114

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 2 (Februar 1897)
Article
Vereinsnachrichten
Date
1897-02-01
Page
114 (sequence 6)
Language
German
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114 )m deutschen Reich. Potsdam, welcher den Landrath des Kreises Teltow veranlaßt^ vow einem antisemitischen Plakat an dem Thor des Spickermacher Guteö in Rangsdorf die Unterschrift „Der Gutsvorstand" entfernen 51t lasten. Damit sei wenigstens der Anschein des „behördlichen Antisemitismus" beseitigt worden. Schließlich hob der Vorsitzende die' Wichtigkeit der Berichtigungen hervor, zu welchen verschiedene antk-' semitische Blätter gezwungen worden seien. Nach Eröffnung der Diskussion kam Herr Apotheker Löwen stein auf die Vorgänge bei der letzten Generalversammlung zurück und bemängelte, daß Herr Dr. Horwitz in einer ziemlich spät der „Post" zugesandten Berichtigung seine Behauptung bezügl. der akklamativen Wiederwahl in Abrede gestellt habe, daß ferner seinem damaligen Verlangen, den Vortrag ausfallen zu lasten, nicht Rechnung getragen worden sei, daß jetzt noch darüber keine Klarheit vorhanden sei, wer Herrn Profestor Dr. Strack zur letzten Versammlung eingeladen habe, schließlich, daß die Vereinszeitschrist die Auslastungen der Vorstandsmitglieder und Freunde derselben fast verbotene bringe, diejenigen der Gegner aber kaum berühre. — Darauf erwiderte Herr Dr. Horwitz, daß die Berichtigung in der „Post" von letzterer erst nach wiederholt erfolgter Aufforderung veröffentlicht' worden sei, daß die Listenwahl, welche nur 6 gegnerische Stimmen erzielte, sich gar nicht wesentlich von einer Akklamationswahl unterschieden habe, daß diese thatsächlich weder von den ansscheidenden Vorstandsmitgliedern, noch von dem Generalsekretär veranlaßt worden sei, daß die Nothwendigkeit, sich an die Tagesordnung zu halten, es unmöglich gemacht habe, Herrn Löwenstein das Wort früher zu ertheilen als nach Eröffnung der Diskussion, überdies sein Verlangen, den Vortrag von der Tagesordnung abzusetzen, mit der dem Vortragenden schuldigen Rücksicht unvereinbar gewesen sei. Wenn in der Vereinszeitschrist erklärt worden sei, daß nicht der Vorstand Herrn Profestor Dr. Strack eingeladen habe, sei die Wahrheit dieser Versicherung nicht anzuzweifeln. Wenn eine Erwiderung auf die Ausführungen des Herrn Professor Dr. Strack und des Herrn ennä. theol. Schäffer in der mitternächtlichen Stunde nicht mehr möglich gewesen, sei daran nur die von Herrn Löwenftein hervorgerufene lange, unnütze Debatte schuld. Die Vereinszeitschrist habe über diese Debatte nur in Kürze berichtet, aber dabei Licht und Schatten gleich vertheilt. Die Kürze schien geboten, weil es weder den Interessen des Vereins, noch denen des Judenthums entspreche, innere Meinungsverschiedenheiten durch fortwährende Wiederholungen zu vertiefen. — Herr Rosenthal, der nicht zu den auszuscheidenden Vorstands-

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