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Im deutschen Reich · 1896-12-01 · Heft 12 (Dezember 1896) · p. 603

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 12 (Dezember 1896)
Article
Aus lichteren Tagen
Date
1896-12-01
Page
603 (sequence 3)
Language
German
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Aus lichteren Tagen. 603 pflichtete ihm Frankl bedingungslos bei, wie er denn überhaupt entschieden katholiken-freundlich war. GrünS herzliches Antwortschreiben lautete: Verehrtester Freund! Obschon ich diesem Blatte sehr bald nach Wien Nachfolge, darf ich doch nicht Unterlasten, Ihnen noch von hier meinen herzlichsten Dank für Ihre freundlichen Zeilen vom 28. v. M. abzustatten, welche mir erst gestern auf Umwegen zugekommen sind . . . Vor Allem empfangen Sie meinen wärmsten Glückwunsch zu dem wahren Himmelssegen, der Ihnen durch die Geburt Ihres dritten Sohnes zu Theil geworden. Ich glaube nicht an die Vorbedeutung jener drei Münzen und des dieselben kommentirenden Ausspruches der Zigeunerin in Jerusalem, und möchte Ihnen demnach, in schöner Reihenfolge noch die Ankunft eines vierten u. s. w. prognostiziren. Behielte aber auch die Zigeunerin Recht, so hätten Sie wahrlich nicht zu klagen — das wäre Ungenügsamkeit! — denn drei stattliche wohlgerathende Bursche, das giebt in dem Herzen der Eltern einen gar lieblichen Dreiklang, und die Zahl drei ist eine schöne und von altersher geheiligte, und in Freud' und Sorge werden schon die drei Ihnen vollauf zu thun geben. Sei es finaliter immer im besten und wünschenswerthesten Sinne!... Mein Söhnlein genießt hier die Landluft in vollen Zügen, aber gewiß nicht begieriger als ich selber, dem der Staub und Dunst des Wiener Aufenthaltes noch in den Lungen und der moralische Druck einer ungewohnten und nicht selbstgewählten Berufsthätigkeit auf dem Herzen liegt. Mit den Grüßen treuester Freundesgesinnung, auf hoffentlich baldiges Wiedersehen Ihr aufrichtig ergebener A. A u e r s p e r g. Dorum, 3. 7. 62. Schon einen Monat später mußte Frankl melden:

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