Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1896)
- Article
- Historische Methode
- Date
- 1896-07-01
- Page
- 386 (sequence 5)
- Language
- German
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886 3m deutschen Reich. gekommen, bei Bosworth sein Königreich ohne Erfolg für ein Pferd feilbieten zu müssen. Don den^ der gewerblichen Thätigkeit der Juden gewidmeten Kapiteln trägt eins die Aufschrift: „Die Juden als Sklavenhändler"; von den jüdischen Aerzten wird erzählt, daß sie sich im Nebenerwerb — oder im Haupterwerb? — mit Giftmischerei befaßt haben, und eine gar gruselige Geschichte wird vorgetragen, wie ein wackerer christlicher Edelmann seinen Bruder durch einen nichtswürdigen jüdischen Arzt hat vergiften lassen; es wird ferner' nicht verschwiegen, daß im Jahre 1287 aus England 16 000 Juden unter Konsiskation ihres Vermögens wegen Falschmünzerei ausgetrieben worden sind. Von allgemeinem historischen Interesse ist die Entdeckung, daß die Westgothen durch die Juden an die Araber verrathen worden sind, ebenso Jerusalem an Chosroes II., Toledo an die Mauren, Arles an Franken und Burgunder, Bordeaux an die Normannen; daß die Kirche es im dreizehnten Jahrhundert im Kampfe gegen die verjudete Staatsgewalt übernommen hat, den Juden den Pfandbesitz des westeuropäischen Bodens abzujagen; daß durch die Zünfte die verjudeten Stadtgeschlechter gestürzt worden sind; daß König Wenzel vom Nürnberger Reichstag in Hellem Zorn über die Jnteressenpolitik der verjudeten Städte fortgeritten ist; daß um das Jahr 1240 ein verkommener Feudaladel die üppigen, judendienerischen Stifte des Benediktineroroens bevölkerte; daß die Araber den Koloß von Rhodus an einen jüdischen Alteisenhändler verkauft haben; daß Deutschland seit dem zehnten Jahrhundert aus einem Ackerbaustaat immer mehr und mehr ein Industriestaat geworden ist; daß Bourgeosie und Judenthum schon im Mittelaller zusammengehalten haben; daß die Hohenstaufen, insbesondere Friedrich II., in den Händen der Juden gewesen sind. Diese Blüthenlese giebt nur einen schwachen Begriff von dem in dem Buche enthaltenen Sammelsurium und der kritischen Befähigung seines Verfassers. Wenn dem Opus eine etwas ausführlichere Besprechung gewidmet wird, so geschieht dies hauptsächlich, um Hypochonder auf eine ergiebige Quelle der Heiterkeit aufmerksam zu machen. Dann aber auch, um bei Zeiten auf ein neues Rüstzeug antisemitischer Wissenschaft hinzuweisen. Es kann nicht fehlen, daß Herrn Rübling in Bälde die Stellung einer Autorität zuerkannt und er als solche in parlamentarischen Debatten über Talmud und Schulchan-Aruch citirt wird. Verdient hat er's reichlich! 4.