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Im deutschen Reich · 1896-02-01 · Heft 2 (Februar 1896) · p. 122

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 2 (Februar 1896)
Article
Die Staatsverfassung der Juden [Rezension]
Date
1896-02-01
Page
122 (sequence 5)
Language
German
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122 )in deutschen Reich. gebung in stete Beziehungen und Vergleiche zur Gegenwart gebracht wird. Denn das ist ja, wie ich -im Eingang bemerkte, dem Verfasser der Zweck seines Buches, aus dem Alten Testament der christlich-sozialen Partei die Wege zu weisen, die sie zu gehen hat, weng sie wirklich eine christliche sein will. Vers, weiß wohl, daß die Einrichtungen jener Zeit sich nicht einfach auf die Gegenwart übertragen lassen, aber ihren gesunden Kern will er gerettet und angewendet wissen. „Wäre es auch ein Wahnsinn, unsere gegenwärtige Gesellschaftsordnung in Kirche und Staat nach dem Muster der mosaischen umwandeln zu wollen, so haben wir doch viele Ursache, diese alttestamenlliche Ordnung mehr zu bewundern und zu preisen, als die heidnische der Griechen und Römer, deren Kenntniß heut' zum Merkmal der Bildung gemacht ist, während die Kenntniß der alttestamentlichen Ordnung auf das Gröbste vernachlässigt ist. In ihr liegt ein gesunder Kern verborgen, und wohl dem Staate und wohl der Kirche, die sich dagegen nicht länger verschließen." Zum Schluß noch eine Stelle von ganz aktuellem Interesse, die zugleich zeigen soll, wie die Schlagwörter unserer Gegner Phrasen sind, frei von jeder Sachkenntniß oder im direkten Gegensatz zur Wahrheit. Wie oft hören wir das bestehende Recht als „jüdischrömisch" bezeichnet, und dieser Zusatz soll es als ein hartes, mitleidloses charakterisiren, das dem Eigennutz und der Ausbeutung den weitesten Spielraum lasse. Dem gegenüber sagt der Verf. am Ende seines Buches (S. 363), wo er von dem Entwurf des Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich spricht: „Hier stehen sich zwei Anschauungen gegenüber, von denen die eine die andere aus sch ließt. Wir wollen nicht für die einzelnen mosaischen Eigenthumsbeschränkungen eintreten, sie sind zeitlich und veränderlich. Aber wie die Sonne den Mond weit übertrifft an Klarheit, so übertrifft der Geist des mosaischen Rechts den kalten und harten Geist des römischen an Herrlichkeit und Wahrheit, an Gerechtigkeit und Humanität. Dort lebt und wirkt überall der Geist der Liebe und der wahren Freiheit, hier aber herrscht mit eiserner Gewalt der Geist der Selbstsucht und der rohen Gewalt, die nur Herren und Sklaven kennt und aufkommen läßt." JT. 8. Prof. Dr. H. Settegast: „Mehr Lichtl" Das Geheimniß, das christliche Prinzip und die Hochgrade in der Freimaurerei. Eine für Freimaurer und Nichtfreimaurer bestimmte Schrift. Dritte vermehrte Auflage. Verlag von Emil Goldschmidt, Berlin. Der Ehrengroßmeister der Großen Freimaurerloge, von Preußen, genannt Kaiser Friedrich zur Bundestreue, tritt in dieser Schrift mit großer

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