Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 6 (Dezember 1895)
- Article
- Leopold Schefer
- Date
- 1895-12-01
- Page
- 285 (sequence 1)
- Language
- German
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285 Leopold Zcheser. (Aus dem keben Aloritz Veit's. III.) (Schluß). hoffte durch Leopold Schefer den Fürsten Pückler zum Autor zu gewinnen. Aber dieser, der damals auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit stand, überdies auch seinem alten Verleger Hallberger treu bleiben wollte, machte für sein Buch „Vorletzter Wellgang von Semilaffo" sehr drückende Bevingungen — 2000 Thlr. für einen Band von 18 Bogen bei 4000 Exemplaren — so daß V., der etwa die Hälfte bot, von dem Verlag abstehen mußte. Noch einmal (Ans. 1836) erklärte sich V. zu ähnlichen, wie den früher von ihm vorgeHlagenen Bedingungen bereit, obgleich der zwischen dem Fürsten und der Regierung geschloffene Frieden ihm für den Verkauf bedenklich schien, weil damit das Pikante fortfiel, wodurch das Publikum zum Ankauf gereizt worden war, doch auch diesmal vergeblich. Als dann (September 1839) der Fürst, deffen Beliebtheit stark gesunken war, ein neues 6 bündiges Werk zu den ehemals verschmähten Bedingungen anbieten ließ, war es der Verleger, der nun rundweg ablehnte. War in dieser Beziehung dir Vermittelung Schefer's erfolglos, so entwickelten sich sonst die Beziehungen zwischen Dichter und Verleger in erwünschter Weise. Auch der zweiten Auflage des „Laienbrevier" wandte V. seine beffernde Thätigkeit zu. Um auch den Besitzern der ersten Auflage die Vermehrungen der zweiten leicht zugänglich zu machen, wurden zwei Bogen Lääitameuta gedruckt. Neue Unternehmungen wurden verabredet; der Gedanke zu ihnen ging theils vom Dichter, theils vom Verleger aus. Schon 1836 wurde von den „Hausreden" gesprochen; im Meß-