Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 2 (August 1895)
- Article
- Henriette Herz, Bettina v. Arnim, Charlotte Stieglitz
- Date
- 1895-08-01
- Page
- 71 (sequence 1)
- Language
- German
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71 Henriette Herz, Lettin« v. Arnim, Lharlotte Ztiegiitz. (Aus Noritz Veit's Leben II.) ^n der Berliner Gesellschaft, welche die Almanache las und di« Literatur pflegte, spielten die Frauen eine wichtige Rolle. Wenn man die literarisch bedeutsamen in Berlin lebenden Frauen des dritten Jahrzehnts nennt, so dürfen Rahel und Henriette Herz einen hervorragenden Platz einnehmen. Mit jener, überhaupt mit der» Barnhagen'schen Kreis, scheint Beit keine näheren Beziehungen unterhalten zu haben. Weder von Rahel noch von Barnhagen finden sich Briefe im Beit'schen Nachlasse; nur eine von Beit'S Hand herrührende Abschrift des Barnhagenschen Aufsatzes: „Achim von Arnim und Moritz Jtzig", den Beit seiner eignen Angabe nach 1836 handschriftlich von dem Verfasser bekam, der ihn damals nicht veröffentlichen wollte. (Vergl. Frankfurter Zeitung 1895, 8. Februar, Feuilleton; Varnhagen'S Aufsatz wurde erst nach seinem Tode in einer neuen Ausgabe der „Vermischten Schriften" gedruckt.) Dagegen muß Veit und seine Frau mit Henriette Herz einen freundlichen Verkehr unterhalten haben. Zeugniß dafür bietet der folgende Brief, der uns von einem bisher wenig bekannten Plane unterrichtet, Schleiermachers Briese an seine Freundin herauszugeben. „So wahr, gut und richtig auch alles ist, was Sie, lieber Veit, über die Mittheilung, der öffentlichen, der Schl . . .'schen Briefe an mich, sagen, so kann und darf ich dennoch nickt weichen von meinem Vorsatze es nicht zu thun. Die Wittwe meines verklärten Freundes wünschte auch, daß ich die Briefe drucken lassen möchte, nachdem ich mit ihr davon gesprochen, ich sagte ihr aber mit der größten Bestimmtheit, daß ich es unter keiner Bedingung thun würde, sie las nun die Briefe durch und fühlte nun wohl wie Reckt ick hatte, ihr den Wunsch nicht zu erfüllen, weil sehr