Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- Heft 2 (August 1895)
- Article
- Ein Schwank von Hans Sachs dem Jüngeren
- Date
- 1895-08-01
- Page
- 68 (sequence 1)
- Language
- German
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68 Hin Ochwank von Kans Oschs dem Mngerrn. „Das soll der Name sein, Nur daß man mich daran erkennet. Keine Anmaßung soll eS sein. Wer sich Sankt-Äeorgenrltter nennet, Denkt nicht gleich Sankt Georg zu sein." Goethe (West-östlicher Divan. Buch Suleika). jpauft Peter sitzt an der HirnmelSpforten, Gr rann gemächlich ruhen dorten. Zu thun hat er nicht eben groß, Die Schlüssel rasten in seinem Schoß; Da ist er eingenickt am Thor. Mit einem Mal schrickt er empor. Ein wildes Lärmen dringt heran, Cr tuelfi nicht, waü rö bedeuten kann. Doch, bald ermuntert, an der Pforte Aernimmt er deutlich diese Worte: *0 Gott vom Himmel, sieh darein! Wir bedrücktes Christenhäuselein Können uns erwehren der Teuselein Nicht «lehr von den verfluchten Semiten. Wir nlüssen ihnen daü ^and verbieten!- Sankt Peter, wie er Daü gehört, Blickt da zu Gott auf ganz verstört Und bittet, er möge doch der armen Bedrängten Christen sich erbarmen. Und wie die Bitte hört Sankt Paul, Ist er sich anzuschließen nicht faul. Weil beide Apostel, wie man weiß, Stets für die Christen erglühen heiß. Und lächelnd spricht Gott zu ihnen: »Geht Hinunter Beide, damit ihr seht, Wie's um die bedrückten Christen steht Und welche fürchterliche Menge Das arme Häuflein bringt in's Gedränge."