Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Allerlei
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 1)
- Language
- German
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־ 4-5 V- M i s c e l f * n. 3 I I c t I t L Aus bloßem Mangel an zureichenden Gründen für die Natur und ihre Erfchrinungen, an einen Grund glau« den, dem es doch auch an einem zureichenden fehlt — heißt, seine Unwißenheitcn alle auf ein Bündel zusanr« rncnschnüren, um sic bequem tragen zu können. Das Wort ist rin bloßer Transparent der Empfin- Lnng, und leuchtet Hr2w und matter, nachdem diese stark oder schwach ist. Daher sind wir zuweilen bei der schönen Stelle eines schönen Tuches begeistert, die uns ein andre« mal kalt läßt.. Große Männer imponrren in der Ferne weit mehr als in der Nahe. Es geht damit wie mit dem Monde, bei dem wir so viel Lehes ahnen, weil wir—seine Flecke« nicht sehn. ־ , , , Die Erinnerung ist immer schöner als die Gegenwart. Diese —wäre sie auch noch so glänzend — hat, wie alle- Wirkliche, ihre Grannen; und ist meistens von einem Ne« dendrucke begleitet, der sie ebenfalls schmälert. Dir Er, innerung,— eine bloße Idee — ist frei von beiden. —D» es nun auch, umgekehrt, selten eine traurige Gegenwart