Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Patriotische Gedanken und Wünsche
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 3)
- Language
- German
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ler aber der Zweck — cs scy durch unfcre eigene Natur, oder durch äußere Verhältnisse — von uns ist, desto mehr suchen wir, diejenigen Mittel, die uns zunächst zum Zweck führen, entweder Lurch neue Mittel zu vermehren, oder die Wirksamkeit der schon vorhandenen durch andere schon entferntere Mittel zu verstärken, um desto sicherer und desto eher zum Ziele zu gelangen. Nachdenken und Fleiß sind nur die Mittel» deren wir uns zur Verstärkung der Haupt« mittel bedienen, und diese sind bei allen Standen hinrei« chcnd, Üruc beim Handelosiande nicht; denn dieser bedarf zur Verstärkung seines Hauptmittcls — zur Vergrößerung seiner Geschäfte nämlich — vorzüglich des Geldes. Nun hat das Geld, als Mittel zur Erfüllung unserer meisten Wünsche schon bei allen Ständen einen hohen Werth, und ist sogar unvermerkt zum Zweck erhoben worden, bei dem Handelsstande aber hat es einen noch weit höhe r n W e r t h. Bei jenen ist das Geld nur ein vorzügliches Mittel oder Zweck, bei diesem ein doppeltes Mittel, oder Zweck »nd Mitte! zugleich; jene wünschen sich Geld, um andere Dinge zu haben, dieser bedarf Geld, um — Geld zu haben; jene suchen ihren Eifer zu verdoppeln und ihre Einsichten zu vermehren, dieser strebt seinen Gewinn zu verdoppeln und seine Reichkhümer zu vermehren *), Was Wunder also, wenn all sein Lichten und Trachten, all sein Thun «nd Lassen Geld beabsichtigt; was' Wunder, wenn er nur den Werth des Geldes kennt, und dir Würde des Menschen verkennt, wenn er die physischen Güter den moralischm verziehet, und Reichkhum, Stand *) Vom gebildeten Kaufmann ist hier die Rede nicht. G g st