Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Patriotische Gedanken und Wünsche
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 2)
- Language
- German
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414 Wir müssen uns indessen nicht einer müßigen Freude überlassen, sondern vielmehr ernstlich bemühen, uns aller Orten der Gnade der Regierung würdig zu machen; sonst würden alle Vorkehrungen von Seiten der Obrigkeit den Operationen eines Wundarztes gleichen, der äußerliche Mittel bei einem Schaden anwcndet, der eigentlich zugleich auch innerlichen Ursprungs ist. Oft glauben wir, das Gewitter käme fern her, und am Ende ist es die Organisation unseres eigenen Sraatskörpers» die die elektrischen Funken hervorbringt; oft wohnen wir, der Druck käme nur von außen, und vergessen, daß wir vermöge unserer eigenen Schwere niedcrsinken. Um unserer Seils eine Verbesserung unter uns zu bewirken, müssen wir auf den Ursprung des Uebcls zurücksehcn, und diesen finden wir, außer, daß wir durch den Druck voriger Zeiten und durch die Vcrnacklaßigung von Seiten mancher Rcgiernngcn in ein unglückliches Vcrhältniß versetzt wurden,' besonders noch in dem Stande, zu welchem wir sämmtlich seit vielen Jahrhunderten gehören, der, so viel Löbliches er auch an und für sich haben mag, für uns doch höchst verderblich ist. 2ch meine den Handclsstand. Um diese letztere Behauptung in ein helles Licht zu setzen, müssen wir die Sache etwas auseinandcrsetzcn und genauer betrachten. Unsere verschiedenartigen Wünsche hienieden sind die allgemeine» Triebfedern, die uns in Bewegung setzen. Die Befriedigung unserer Wünsche ist der Zweck, den wir vor Augen haben, und unsere mannigfaltigen Arbeiten sind die Mittel, die uns znm Ziele führen sollen. Je entfern-