Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Rabbi Moses Ben Maimon
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 410 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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4J0 als Randglosse bei ju fugen,. dieselbe doch auf jeden Fall vortrefflich seyn muss:!! —- So bequem machten es sich freilich Männer, wie der bekannte ehrwürdige Rabbi Al * Fasi, Maimonides u. a. m., keinkswegcs. Die mündlichen Erklärungen ihrer gründlichen Lehrer und ihr eigenes Denken brachte sie, verbunden mit ihrem Fleiße, auf jene schöne Hohe, auf welcher sie erblickt werden; keineswcges aber das Nach« affen, das Schmucken mit fremden Federn, das maschienenmäßige Handeln, welches die Würde des denkenden . Menschen herabsetzt. Lobenswerth und nachahmungswürdig sind noch jetzt unsere Schristgelehrten im Morgenlande, indem sie in ihren Studien von der rechten Dahn nicht abweichen, .,,uh sich so sorgfältig als möglich hüten, in den Irrwegen des Wahns und der schalen Disputationen festen Fuß zu fassen. Meine cheuren Religionsverwandten! glaubt etwa nicht, daß es meine Absicht sey. Euch hier die Lage der Dinge vorsätzlich in einem Übeln Gesichtspunkte zu zeigen. Nein! Fern sey rin solcher frevelhafte Gedanke von mir!׳ Nur einzig und allein angctrieben von dem innigsien Herzens« wünsche : daß unsere heilige, ehrwürdige Religion nicht durch Trugschlüsse und obenerwähnte harte Entscheidungen in den Augen des Volks entweihet werden möchte, bloß aus dieser reinen Absicht astein habe ich hier so manches alS ein Wort zu seiner Zeit gesagt, was im Allgemeine» dieser und jener bloß denkt. Die Aufmerksamkeit meiner Glaubensgenossen desto wehr auf diesen wichtigen Gegen- -fisnd |u ziehen, war hierbei mein einziges Ziel.