Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Rabbi Moses Ben Maimon
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 10)
- Language
- German
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38f Mar seilte, bas die arabische Sprache in dieser Wissenschaft hat, ließ ich ungelesen, in den Geist dieser Schriften suchte ich emzudringen und ich bin nun überfuhrt» daß man auch keine Cylbe in daS große Buch des Schicksals lesen kann, wenn man auch in diese Bücher noch so viel gelesen hat. Nie hat sich daher ein griechischer Weltweiser damit beschäftigt, oder etwas darüber geschrieben; nur Chaldäern, Aegyptern u. a. m. diente'diese Wissenschaft als Lie Quelle ihres Glaubens und ihrer Dorurthcile. Und fänden sich auch Meinungen im Talmud, Midrasch, Mi sch na, die deutlich verrathen, daß sic der Astrologie Wirksamkeit Zutrauen, so ist cs kcinesweges Recht gethan» diesen einzelne» Meinungen den geringsten Glauben beizu« messen und seiner eigenen Einsicht zu mißtrauen: Augen hat der Mensch zum Sehen!!" Ein Verzeichn iß seiner Werke, die den Weisen unsterblich machen und aus welchen sein Geist auch noch jetzt zu uns redet — scheint mir mit seiner Biographie unzertrcnnlich zu seyn. Eben so interessant wird, es vielleicht jedem denkenden Leser — die Leserin nicht ausgeschlossen — seyn, die Absicht, den Zweck und die Geschichte einiger seiner wichtigsten Werke in der Kürze hier erwähnt zu finden. 1) Peruscl! Hamischn* (פירוש המשנה). Ein von ihm in arabischer Sprache geschriebener vollständiger Kommentar zur Mifchna, in welchem besonders dir Erklärung der Stelle col jisrael (*כל* ישראל) sehr hicl Wah» res und Schönes enthalt. Der ganze Kommentar wurde ״ späterhin ins Hebräische und Lateinische übersetzt.