Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Rabbi Moses Ben Maimon
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 5)
- Language
- German
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3 %9 gewöhnliche gntcfcn styn muß, verbürgt uns der Mann hinlänglich, und seine auf die spateste Nachwelt gekommencn Echriftcn beweisen cs unwidersprechlich, mit welchem glücklichen Erfolge er die Wissenschaften, vorzüglich die Medizin» die Aristotelische Philosophie und talmudisiische Theologie studiert haben müsse. Nicht nur Hebräer, sondern auch Araber crtheiktcn dem Wißbegierigen in verschiedenen Sprachen und Wissenschastcn den zweckmäßigsten Unterricht, und unter den -Arabern war der berühmte Avarr oes derjenige, dessen lehrreiche Anweisungen er sehr benutzt hat. Maimonides lebte mehrere Jahre ruhig, wie ein Wc!« ser, in seinem Datcrlande, und genoß die Achtung und Liebe, die seine ungewöhnlichen Talente ihm erworben ha« den. Doch — wenn wir einer alten von I e ch i a benutzten Nachricht glauben dürfen — boshafte Verläumdungen drohten feinem Rufe und seinem Ruhme den Untergang und nvthiglen ihn seine Vaterstadt — seine erste Dildungsschule — zu verlassen, und im zoten Jahre seines Lebens nach Aegypten zu — fliehen. Daselbst studierte er mit einem nur selten nilbclohncndcn Eifer mehrere Wissenschaf« ten und Sprachen, und sammelte von neuem Plüthcn von dem Baume des Erkenntnisses, und löschte seinen brennenden Durst ans der nie versiegenden Quelle ewiger Weisheit. Der Sultan ließ ihnnichfNlNbcmcrkk,^und stellte ihn als Leibarzt an seinem Hofe an. Dorr quälten ihn zwar die Plagegeister des Lebens» die größten Nachsteller des wahrcn Verdienstes:Neid und Eifersucht seiner Nebenbuhler, der übrigen Acrzte, und suchten seinem Fuße der-