Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Auch ein Wort über die Frage: Ob die Menschen mit gleichen Anlagen geboren werden
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 2)
- Language
- German
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. ״ד׳ייי׳י״*. 66; dringliches Dunkel hüllte. Wollte man die Frage im erster« Sinne nehmen, so!ft meines Bcdünkcns die Verneinung derselben-so evident, daß darüber gar kein Streit entstehen kann. Sobald die Menschen ans der Dahn ihrer Entwichlunz dahin gekommen sind, daß sic in die Klaffe der athmcndcn Geschöpfe übergehen, so sicht man auch offenbar, daß sie durch individuelle geistige und körperliche Eigcnschaftcn sich von einander unterscheiden, so daß, wenn cs auch möglich wäre, zwei Individuen der Art, unter völlig gleichcn Umstanden die Periode ihrer weitern Entwicklung durch, leben zu lassen, sie doch unmöglich ganz dieselben, in nichts von einander verschiedenen Wesen werden könnten. Allein da das cbengeborne Kind nicht mehr bloß rein« Anlage, sondern schon am Anfänge der Periode seiner Entwicklung ist, so ist diese empirische Beobachtung keine Widerlegung desjenigen, der die Behauptung aufstcllen wollte: Alle Menschen haben im ersten Momente ihres Entstehens gleiche Anlagen. Wie werden wir aber die Wahrheit oder Unrich. tigkcit derselben erforschen, da die Erfahrung über den eigcntlichen Moment des Mcnschwcrdcns uns ganz verläßt? Dicß kann freilich nur auf dem Wege der Cpeculation möglich scyr und so wollen wir denn versuchen, ob diese uns ein befriedigendes Resultat geben kann. Zuerst wollen wir uns vor allen Dingen über den Sinn, der damit vcr- Lunden werden kann, verständigen. Soll dieselbe überhaupt so viel heißen: Es giebt etwas allgemein Gegebenes, was dem Wesen aller Menschen zum Grunde liegt, was gleich׳ (cm! die Basis ihrer ganzen Entwicklung ausmacht» so kann über die Wahrheit derselben kein Streit cncsiehen: denn! dieses allgemein Gegebene ist nichts anders als die re!ue '