Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 5 H. (1809)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Glückseligkeit gemeinschaftlich; aber wir gestehen uns zugleich selbst, daß diese Glückseligkeit nur durch Tugend erworben werden kann. Unsere Zufriedenheit ist unzertrennlich von Rechtschaffenheit. Nur durch das Bewußt« seyn, Nutzen gestiftet, treulich seine Pflichten erfüllt zu haben, können wir uns seist beruhigen. . Wir wandern so als Menschen auf der nämlichen Bahn zum nämlichen Ziel; wir haben eine und die nämliche große, herrliche Bestimmung; unsere Wünsche, unser Berlangm, unsere Bestrebungen, gehen im Wesentlichen auf Eins, auf Glückseligkeit hin, die wir alle suchen; was zu deren Erreichung für den Einen nochwendig ist, ist es nicht weniger für den Andern. Die wichtigsten Mcnschcnangclcgcnhciten haben wir anf diese Weise mit einander gemein. — Rönnen wir dieses erwägen, es erkenne::, es fühlen, und uns dennoch von einander entfernen, weil ein Thcil von unssichan Mösts, ein anderer sich anIcsu Lehre halt? — Müßte nicht der Unterschied von Jude und Christ dem großen Gedanken weichen, daß- Beide, Mitmenschen, Wesen Eines Ursprungs, Einer Natur , Einer Bestimmung find? — Ms Menschen haben die Christen und Juden Alles gemeinschaftlich, was sie als Menschen gemeinschaftlich haben können; aber desto weniger haben sie vielleicht als Religivnsbekenner gemeinschaftlich. — Es ist wahr, hier ist der Unterschied zwischen beiden merklich und wesentlich; die Religion ist es» was eigentlich die Trennung macht, und sie in Pariheien theilt. Doch ist der Unterschied zwischen den aufgeklärten Juden und Christen