Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 2)
- Language
- German
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Friedftrt'ge Priestcrstadt gleich Abendwölfe» In unbewachte Lammerhürden brach; Und seine blutbespritzte Mördcrkkau' Zn ihres Tempels stilles Hciligthum, Nach jedem Leben raubbegicrig streckte. Sich keines Unfalls, keines Feinds versehend, Stand jedes Hauses Pforte gastlich auch Des Nachts geöffnet; dem verirrten Pilger Ans Nachtesgraun willkomninc Einkehr winkend. Co war die edle Nob im Schlummer selbst ' Wohlchatig, ihrer Wohlrhat Schutz vertrauend. Doch, wer begreift des Unerforschten Schlüsse? Gerade eine Wohkthat mußt' es scyn, Die, Unheil bringend, ihren Sturz bereitet...' Äcrgviuic Mir, Zduma, hier Erholung; Mich überwältigt der Erinn'rnng Quak. Jduma. Nicht unbekannt ist mir ihr Jammcrcnde, Mitleid grub cs auf ewig in mein Herz. Misael (nach einer Pause). . Es ist des Echmerzens wie der Freude Lust, Eich selber zu beschann. — Laß mich vollenden. Einst kam ein Jüngling, edler Art und Bildung, Zn. meines Oheims Haus, Ahimelcchs, Der ihn zu kennen schien, schnell eingckreten. Mein Oheim — wir begriffen nicht warum? — Er sch rack bei feinem Anblick; rief, halb ängstlich, Halb ehrerbietig: Du? Und so allein? Worauf der Jüngling ihn geheimnißvoll ’ Deschied und schnell, wie er gekommen war,