Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Anzeige einer nächstens erscheinenden Übersetzung der meisten moralisch-philosophischen Stellen aus dem Talmud, unter dem Titel: Fragmente aus dem Talmud
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 10)
- Language
- German
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(Pcuteronom. s>3.) Doch cr cnt'icbtrfe: Dieser Vers enthält nur die Erlaubniß, Geld von einem Nichrjuden gegen Zinsen zu leihen, nicht aber rs dagegen zu verleihen. Aber es heißt ja ausdrücklich, daß man ihnen auch dagegen verleihen dürft? Dicß entgegncte der Rabbi, ist nur da erlaubt, wo es durchaus unmöglich ist, sich auf eine andre Weise das Leben zu fristen *). T. DerecliErcz Suta. ytes Tuch. Rabbi Eli cser sagte: Wechselseitige Einigkeit unter den Menschen erzeugt ihnen göttlichen Schutz; gegenseitige Verfolgung aber zieht die Auflösung des Ganzen nach sich, ja selbst Götzendienst zieht den Israeliten keine Strafe zu, wenn sic nur sich nicht wechselseitig verfolgen, so wie rs heißt (lloseas 4.): Sic sind vereinigt, Götzen arizubeten — laß ab 1 sobald aber Verfolgung unter ihnen begann, sagte der Prophet: Ihre Herzen sind gethcilt; Zerstörung scy nun ihr Loos? in s. w. Daher sagten dieWeiscn, daß selbst eine Synagoge, worin Zwietracht herrscht, unvermeidlich untergeht **). *) Da, wo dem Juden durchaus kein anderer NahrungSzwcig übrig bleibt. .^ichrlkcit fetzt gute Menschen voraus, Verfolgung aber ist die gröbste Verletzung der Rechte des Menschen. <S. Rousseau's Contrnct social, und Kan t'S Vcruunftrcligivn in der Abhandlung vom Dienst und Afterdieiist unter der Herrschaft des guten Prinzips.)