Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Gedichte
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 2)
- Language
- German
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822 Da gilt nicht Empfindung, da gilt nur die THat, Wo Zwecke, wo Absichten walten. Da felge mit Kühnheit dem winkendm Glück Und ziel/ dich, entweicht es, mit Klugheit zurück. Doch beiden zum heiligsten, obersten Satz, Die Deutlichkeit mach' und die Wahrheit. Lein irdisches Glück, der Empfindungen Schatz, Eie wohnen im Reich nur der Klarheit. Geschmälert oft wird, doch veredelt die Lust, Bist du dir des Zustands mit^Klarhcit bewußt. Die Stimme vernimm. -Was sic herrliches spricht, Zum Führer im Leben erwähle. Doch weil dir im Leben die Weisung gebricht, Cockiorchc dir tief in die Seele. Den chmals die Augen im Leben geschau't. Wohnt in dir, der Gott, ist dir innig vertraut. Lipmann Moses Dü.schentha!. 2. Das spielende Kind aufdem Kirchhof«. Spiele, lächelndes Kind, auf des Tod's furchtbaren Gc« wölben. In der ZypressenWeh'n rauscht dir ftinFittig noch nicht. Rosmarin und Violen pflückst du, und dunkclcs Einngrün; Ahnest des luftigen Kranz's schwere Bedeutung noch nicht.