Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Westphalen [Nachricht]
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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in Dlüthen prangt, und bald nun die schönsten Früchte tragen wird! Aus Düften, die dem wcltwcisen Cermanien entfliegen (o edler Dohm, ewiger Glan; umstrahle deinen Namen!) bildete sich am Horizonte des wiedcrgebornen Galliens die rosige, laue Wolke der Israelitischen Freiheit; glanzend zog sie, geleitet von der Bewunderung unserer Tage, wie der fernsten Jahrhunderte, den Gefilden des jugendlichen Königreichs Westphalcn;u, und da ergeußt sic nun sich in den wohllhatigsten, balsainrcichstm Tropfen auf Israels zweigevollen Stamm. Ihnen, meine Herren, Ihnen, edle, erfahrne» ehrwürdige Männer, isi von einem der menschenfreundlichsten Monarchen, der nur das Gute w i sil, unter der Leitung eines der edelsten Staatsmänner, der nur das Gute for» dcrt, die Pflege jenes neu. - ergrünenden Baumes im Dölkei garten anvertraut. Von Ihnen hangt es ab, daß er in einem zweiten gelobten Lande siehe. O gewiß! Sie werden sein mit unermüdeter Sorgfalt p,legen. Sie werden, gleich fleißigen Gärtnern, seine fruchtbringenden Zweige lenke»; aber dulden werden Sie keine müßige, üppigeNanke. Keinem benachbarten Stamme werden sie die befruchtende Kraft entzieh», doch keinem andern auch werden Sic gestatten, daß er sie dem Ihrigen benehme. Nie werden Sie ihm die Strahlen der Senne rauben lassen; aber auch nie werden Sie solche einem Nachbarstamme mißgönnen, Schatten verlcihn gegen den zu heftigen Strahl soll jeder Baum» übersch arten soll keiner den andern.