Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Ein merkwürdiger Vorfall in der Judengemeinde zu Worms im J. 1430
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
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6s» von der eigentlichen Absicht der Versammlung; denn die Rathshcrren hielt er für Juden-Aeltcstcn und die Gerichtsdicncr für Gcmcindedicner — 2^שמי —. Darauf fordcrtc ihn einer der Vorsteher auf, ja das tiefste Stillschwei» gen zu beobachten, weil sonst der Magistrat mit ihm und der Gemeinde unbarmherzig umgehen würde. Er legte darauf einen schweren Eid ab, und machte von Neuem seinen vorigen Antrag — שמועה . Nun fragten sie ihn, wie viel er für das Kind verlange. Der Christ vcclangte eine sehr große Summe. Die Vorsteher standen über die gewaltige Forderung verwundert auf, und versichertcn, so thcuer noch nie ein Kind gekauft zu haben. ״Unser festgesetzter Kaufpreis ist" — sagten sie—400 Gulden, und mehr geben wir auch dir nicht." Da der Christ sähe, daß man sich durchaus nicht zu einer großem Summe verstehen wollte, so gab er das Kind dafür hin. Die 400 Gulden lagen schon aufgezahlt da» und indem sie der *ערל rinsireichen wollte, sagte einer der Raths» Herrn: ,)Aber wir selbst' schlachten nie «in Christcnkind; ״du mußt das selbst thun, sonst können wir das Kind ״nicht brauchen." Auch dazu bequemre sich der unnatürliche Vater und so ließen dann die Juden von dem Schlachter — üniB* — das Schlachtmcsser, womit sie ihre Thiere — כהמות' schlachteten, und einen säubern Kessel zum Auffangen des Bluts holen, und hießen nun den Christen , das Kind an Händen und Füßen zu binden und zu tödtcn. Schon inachte sich dieser bereit, den fürchterlichen Auftrag zu er» füllen, als die Gcrichtsdiener auf ein Zeichen ihrer Obriz«