Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Ein merkwürdiger Vorfall in der Judengemeinde zu Worms im J. 1430
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
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6? man den jüdisch«« Nachrichten glauben darf, so brachte einst ein christlicher Vater, in der gewissen Meinung, daß die JudenChristenblut gebrauchen, den Juden zu W o rro s feinen ei-enm Sohn zum Verkauf; ja er war sogar bereit, ihn selbst zu schlachten. Die Geschichte sieht in dem Buche, welches unter dem Namen Wundermärchen — £מעי^ד־ז נםיב. — auch noch jetzt hin ^md^ wirder^^^ei~d^m-Z«^en-^es^n^— den wird. Sie macht darin die 16tc Geschichteaus * *), und lautet also: Einst kam ein Christ — ערל., eigentlich «in Unbeschnittener — zu einem jüdischen Hausvater JY31T £3ל —, und sagte ihn/ in Verträum, er habe ein Kind von sechs Zähren , welches er an die jüdische Gemeinde verkaufen wollte, weil er gehört habe, daß die Juden Blut der Unbeschnittenen — ^דס^זדלי — brauchten; es wäre ein starkes und gesundes Kind, und man würde gewiß so viel Blut von demselben erhallen, daß man lange Zeit hindurch kein Kind wieder zu kaufe» ״Mvrdgeschichte ihre Frcudenkage in eine jämmerliche ,/Lrauerzeit verwandelt wird. Und eben so soll es sich ״verhallen habe« mit den Kindennorden in Spanien, ״Portugals Frankreich und anderen Oertern, zu den ״Zeiten, da aüf dem Schooß der Christenheit die ab- ״scheulichste FinsternißundGrausamkeit herrschte,^und ״da sich bei dm Christen die Menschenliebe nicht bis ״auf die Juden erstreikte." *) Zwar ist in dem Buche bk Zeit nicht angegeben, in welche diese Begebenheit fällt; ich vermuthe aber , daß es im Iahre^rqFo^gewrstn ist, vmi mr liebdorfil an-»— nal. und in Schannat Kistoria Episeopatus. Wor- J»at. bei jenem Jahre eine ähnliche Geschichte angedeutet wird.