Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 12)
- Language
- German
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man daher fein Augenmerk nicht gehörig genug auf ihre allmahkige SMicklung richten konnte: wenn es Frankreich also gelungen ist, in dem kurzen Zeiträume die Jude« auf den Punkt der Bildung zu bringen, wo sie jetzt stehen, um wie viel leichter würde es anderen Staaten »nd Regierungen fallen, die nicht mit solchen inneren Hmdernijftn zrz kämpfen haben l *) Man sollte die Juden das Lächerliche der Dorurtheile, jedock) mit einiger Schonung, fühlen lassen, jüdische Eltern nöchigen , ja sogar zwingen, ihre Kinder an den Wohlthaten des ossentlichcn Unterrichts theilnehmen zu lassend Man muß auffallend diejenigen belohnen, auf welche die Gewalt der Nacheiferung am meisten wirkt, mit Strenge jeden bestrafen, der entweder in Worten oder Thaten irgend eine Spur von Mißtrauen oder gegenseitigem Haß blicken laßt. Dieses sind die Pflichten der Regierungen gegen eine Menfchenklasse, die man endlich einmal doch zum Glücke führen sollte, Pflichten, die der Monarchen des achtzehntm Jahrhunderts nicht ^werth waren- Die Art und. Weise, wie diese Maaßregeln ins Werk gesetzt werden sollen, sind schon in mehreren Werken, die. ich atzgeführt habe, beschrieben worden, und mit zu vieler Bestimmtheit, Logik und Richtigkeit in der vortteffiichen Ab- *) Der Verfasser scheint hier im prophetischen Aeist gesffkSchen zu Haben: denn wirklich geht die Orgänisatio« der Juden ün Königreiche Westphalen jetzt nach Wunsche von statten, obgleich die Regierung selbst mit ihrer innern Verfassung noch nicht ins' Reine ist, und noch manche Hindernisse zu überwinden hat. Anm. des Ueberf.