Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 11)
- Language
- German
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?7 und sucht sie nur zu ehrlichen Handwerkern zu bilden. Diele besuchen mit dem glänzendsten Erfolge die Nationaschul'N, und berechtigen uns zu den schönsten Hoffnungen, das Gebiet der Wiffenshaften durch ihre Bemühungen, und ihren hellen Geist noch weiter auszubreiten. Es gab eine Zeit, wo sich der Jude vom Christen entfernte, weil er in ihm nur einen abgesagten unversöhnlichen Feind erblickte, und eben so floh der Christ den Juden, weil er in demselben nur ein dienstbares Beesen zu sehen glaubte, das von der Wiege an zur Verachtung bestimmt war. . Sobald aber jene Scheidewand fiel, sobald sie sich einander achtungsvoll nähern durften, wurde ihnen Freundschaft ein inneres Dcdürfniß, und das heilige Band der Menschlichkeit wurde unauflöslich gewunden. Und wahrlich nur jener kleine blödsinnige Haufe allein, der noch eine gewisse Abneigung gegen uns hegt, ist beklagcnswerth, weil ihm dadurch das liebliche Gefühl der Versöhnlichkeit fremde bleibt. Gern will ich cinraumen, daß noch viele unter uns., vorhanden sind, die, taub für die Stimme der Vernunft, sich wie sonst hartnäckig keiner» andern Erwerb als dem erniedrigenden und schändlichen Wucher ergeben wollen; wer aber die Macht der Gewohnheit kennet, und weiß, wie vieler Zeit und Sorgfalt es bedarf, um die Sitten und den Charakter einer ganzen Nation umzuschaffen, wird auch diesen Starrsinn der Minderzahl nicht auffallmd finden. Wenn die glücklichen Fortschritte, welche die Juden in Ansehung der Civilisation in Frankreich machten, so gut bewirkt wurden: in einem Lande, wo nach der Revolution immer eine Ctaatsvcrfatsung die andere umwarf, und