Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über Massora und Massoreten
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 411 (sequence 16)
- Language
- German
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411 theils auch auszugsweise, wie in מסיה קטנה geliefert hattat, so war alles doch nur noch chaotisch unter einander geworfen, bis endlich in einem besondern Werke מסרד־־ז גדולה die Massora systematische Vollendung erhielt. Unverkennbar ist das Verdienst, welches sich alle diese Gelehrten dadurch erwarben, daß sie sich mit so vielem Eifer der Massora annahnren; wichtig der Nutzen, der aus diesen!:!edergeschriebenen Bemerkungen für die hebräische Philologie hervorgiug, wodurch die Bibel vor allen zukünftigen Verfälschungen sicher gestellt ward. Was würde endlich nach dem ciirgerisscnen Sektirgeisi und den vielen herrschenden Systemen, zu welchen die Bücher des alten Testamentes als Grundlage gedient hatten, ans den heiligen Büchern geworden seyn, wenn sich die großten Männer der Nation nicht der ungeheuren Arbeit jener kritischen Revisionen unterworfen hätten. — Man erinnere sich nur der häufigen אל הקרי *), die im Talmud O Die Talmudisten pflegten die Wahrheit ihrer moralkscheu und religiösen Pehaupkungen durch biblische Verse zu unterstützen. Fanden sie nun keinen ganz passenden Bibelspruchs so ward der erste der beste gewählt, eine kleine Metamorphose damit vorgenommen, und so auf ihren Gegenstand anwendbar gemacht. Sce bedienten sich dabei der Worte: —אל תקרי, —אלא d. i. lese nicht das Wort nach der gewöhnlichen Art, sondern 1r. f. w. So schön und ihrem Zwecke gemäß auch diese Ausschmückung ihrer Reden zu der damaligen Zeit mag gewesen h'pn, so gefährlich hatte eine solche llmformung der Worte unter den Händen eines unkundigen oder schwärmerischen Abschreibers werden können, wenn er ״ich! anderseitig an der Maffora gebunden gewesen wäre. Weit nachcheilrger sind die unendlichen Conjecturen unserer zeitigen Pdilclogen, die sich nicht unter das Joch Sk-