Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 12)
- Language
- German
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37* Jede Men schm kl afft, die in der Gesellschaft eine subordinirtc Masse bildet, halt sich gerne mit schwärmerisch hohen Begriffen der Zukunft schadlos. Leider zehrt dicß seine besten Kräfte auf. Bei den tausenden von altem Schwall und neuern sogenannten Vorschriften und Handlungen, die dem Inden als Religion von den Rabbincn noch täglich aufgehcftct werden, ist nicht nur sein Denkungsvcrmögcn beständig mit Albernheiten angefüllt, sondern den Augenblick, welchen er den häuslichen Sorgen cmreißt, wendet er zu seiner eigenen Qual an, und spcknlirt zitternd und granftnd: wie er einst in jener Welt gepeinigt werden wurde, da nach seiner Theorie selbst der Frommste nicht ohne Strafe davon kommt, und er doch gewiß tausendfach gcsündiget hat u. s. w. — Erleichtert seinen Zustand, verbessert seine Lage, erweckt ein Selbstgefühl in ihm, und er gehorcht der Vernunft gewiß früher, als ihr cs glaubt! Ihre helle Fackel wird sicher alle Albernheiten verscheuchen! Was ist von der Erziehung eines Kindes zu hoffen, das man hart halt, schimpft und andern Kindern gegenüber gering schätzt? Es muß in seinen eignen Augen sich bald erniedriget fühlen, und moralisch sinken, oder aus Unmuth der ungerechten Verachtung hcnchlcrisch, lasterhaft werden. — Und nun zur Beantwortung der Eingangs gestellten fünf Fragen, nachdem die in Lit. A bis F erwähnten Beschuldigungen und deren Ursachen erörtert sind: