Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 10)
- Language
- German
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37o und zum Schweigen bringen. Was Wunder also, wenn die Juden untereinander stolz und aufgeblasen sind? Der reiche Kaufmann ist cs in jeder Religion weit mehr, als der Gelehrte und Künstler. Zudem ist es eine Folge ihrer inneren Verfassung. Dem Reichen, dem Dorsichcr oder Parnaßim, oder bei Herrschaften angesehenen Juden, wird nicht nur von seinen Mtbrüdcrn, sondern von mehreren angesehenen Christen — in so fern sic ihn benutzen wollen — geschmeichelt: dieses ist mehr Ursache jenes Stolzes, als der Wahn vom Stamme Jacobs, Gottes Liebling, entsprvßen zu seyn; dieser würde langst vergessen seyn, wenn ihn jener nicht bestärkte. Wenn der Jude ja bisweilen fine Mitmenschen innerlich verachtet, so ists bloße Vergeltung oder Rückwirkung undankbarer Behandlung seiner Mitmenschen, die dem Inden gar oft wicderfahrt. -ick E) Wäre der Jude wirklich trage, arbeitschcu und furchtsam, so müßte er cs seyn, so lange er nur der Geduldete bleibt, so lange er unter Druck und Verachtung lebt. Man 'sehe einmal, wie im Ocstcrreichischen, Polen und Schweden *) die Juden jedes Handwerk treiben, sie arbeiten rastlos und gut; die meisten halten treulich alle ihre Fast - und Festtage, und ersetze» den Verlust durch Verdoppelung des Fleißes. ") Auch in Därmeinark, Holland u. s. w. Der HerauSg.