Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- Über Literatur der Israeliten in den kaiserl. österreichischen Staaten im letzen Decenio des achtzehnten Jahrhunderts
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 8)
- Language
- German
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Einsender glaubte, diese Tcmerkungen hier vorausschicken zu müssen, damit cs niemanden anffallen möge, daß in der österreichischen Monarchie, die im Verhaltuifle aller übrigen Staaten Euröpcns die größte Zahl jüdischer Einwohner hat r), und wo man von Seiten der humanen Regierung bereits durch ein Viertel Jahrhundert es'sich angelegen seyn lasir, diese Nation dem Verhältnisse der übrigen Skaalscinwohncr in Ansehung der Kultur und Bildung naher zu bringen, um sic dann aller Rechte des Staatsbürgers, gegen Ucbcrnahmc aller Pflichten desselben thcilhaft zu machen, das folgende Dcrzeichniß von Schriften besserer Art, so geringe ausfallt. — Ob das laufende Dccemum größere Progreßen in diesem Fache machen wird, wird die alles entscheidende Zeit lehren. Für Leser, die mit der jüdischen Literatur nicht bekannt sind, merkt Einsender hier an, daß in den jüdischen Druckereien, nicht wie in den deutschen, die Seiten, sondern die Blatter des Tuchs paginirt werden, und daher auch bei Bemerkung der Starke eines Tuchs, er dieDlatzahl mit T. anführt. Dann, daß er unter dem Ausdrucke jüdisch, nicht jene in dem bei dem Pöbel dieser Nation gewöhnlichen Jargon geschriebene, fonöcn in deutscher Sprache verfaßte, und nur mit jüdischen Lettern abgcdrucktr Schriften verstanden wissen will. Nach statistischen Nachrichten zählt die österreichische Monarchie mit Ausnahme Ungarns bis 400,000 jüdische Individuen.