Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1808-01-01 · 1 Bd. 5 H. (1808) · p. Seite 348

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
1 Bd. 5 H. (1808)
Article
Über Literatur der Israeliten in den kaiserl. österreichischen Staaten im letzen Decenio des achtzehnten Jahrhunderts
Date
1808-01-01
Page
Seite 348 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2304627-2304649-2304650-10856915-2315433--01644-2315878
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Werthe eines deutschen Werks von gleicher Bogenzahl an den Mann bringt Nicht so hingegen verhält es sich mit einem Rabbi gewöhnlichen Schlags, der als Schriftsteller auftritt. Dieser reist gewöhnlich mit seinem Manuscriptc im Landeherum, wo er Kost, Quartier und Fuhrwerk von der Gemeinde gratis bekömmt, und sammelt durch Prediger und andere, nur aufMcnschen dieser Art eignen Wegen, die Druckkostcn dreifach. Nach erfolgtem Abdrucke bereisen sie abermals das Land auf ötosicn der Judenschaft, und prasentiren ihre Exemplare jedem, der ihnen in den Wurf kommt; vorzüglich aber, machen sie Jagd auf vermögende Israeliten, di: ihnen dies: Bücher, von denen sie grade so viel als von der Sprache der Hottentotten verstehen, nicht nach ihrem wahren oder Sckeinwerthe bezahlen, sondern sie reichen ihnen dafür ansehnliche Geschenke dar. Auf diese Art schwärmen diese Leute so lange herum, bis sie ihre Exemplare wohl bezahlt abgefttzt haben, wo sodann sie mir vollem Säckel nach Hause kom^ men, — und dann das Liedchen 6» Capo ansiimmen. *) Man glaube jnicht, daß Referent hiervon bloßen Murbmaßungen spreche. Er redet leider ganz aus eigner Erfabruna, und wird — Gott weiß es! nicht aus Tadel - oder Vcrlcumdungssucht, sondern zur Vindicirnng seines eignen Rechts , nothgedrungen — in diesen Blättern einen noch großem Literarischen Unfug öffentlich zur Sprache bringen, wodurch ein gewisser hicrländischer seyn wollender jüdischer iiterator, nebst dessen Helfers Helfern, zum Frommen des Publikums, und (wo möglich) zu ihrer eignen künftigen Besserung, in ihrem wahren Lichte dargesiellt werden sollen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.