Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1808)
- Article
- Über Aufklärung und Aufklärer
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 15)
- Language
- German
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schwer, aber — edel; mühevoll — aber belohnend. Nur müsset ihr ihn nicht von außen suchen, diesen Lohn, «Er ist'nschtdraußcn,dä sucht ihn dcr Thvr, Er ist in dir, du dringst ihn ewig hervor." Fühlt ihr euch nicht stark, nicht groß genug, euch mit einem solchen Lohn zu begnügen: so legt cs nieder das Amt, dessen Würde ihr nicht fähig zu empfinden scyd, legt es nieder, und ladet nicht den Fluch so vieler Guten auf euch. Auch euch, ihr Weisen im Volke, Hirten der Stammt Israels, ich wage es, auch euch ehrfurchtsvoll anzuredcn: Der großen Menge ist cs wohl zu verzeihen, wenn sie daS Wahre nicht vom Falschen zu unterscheiden verstehen, den Schein nicht von dem Wesen trennen können; aber wer wird cs ihren Anführern vergeben, wenn sie ihren Untergrbenen nicht die blcycrne Decke von den blöden Augen nehmen und ihnen das himmlische Licht der göttlichen Wahrheit leuchten lassen? Wenn sie ihnen nicht wahre Wegweiser werden auf dem schlüpfrigen Pfade des Lebens? Wenn sie sie nicht mit den wahren Mitteln vertraut machen, die zu dem großen Zwecke einer immerwahrenden Glückseligkeit führen. Wenn sie ihnen nicht den Ort genau anwcisen, wo er blüht der Daum des Lebens und der Erkenntniß des Guten und Wahren? Wenn sie sie nicht lehren, mit geschickter Hand die Frucht brechen, ohne von der Schlange verführt zu werden? — O wachet streng, daß nicht Afterweisheit statt Weisheit dem Volke ftilgebo len werde, entfernt aus Jakobs Gemeinde zu frühe Klugelei, welcher Irreligiosität auf dem Fuße folgt; aber er-' stickt auch nicht den göttlichen Funken, der in dem Herzen