Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Die Stimme der Menschheit
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 7)
- Language
- German
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(i In einem bessern Leben wird er die Früchre Davon arndten 1 und wir — richten nicht und schweigen mit Ergebung in 1 ©oft ■ - ' ■ " ’ § . ...... .. . ..... So einfach dieses Ereigniß auch seyn mag, so kann cs doch nicht verfehle.», dem Psychologen reichhaltigen Stoff zum Nachdenken zn reichen. Laßt rms einen Blick in die Seele dieses Edlen in dein wichtigen Moment werfen, da er, vergessend der Jugend seiner eignen Jahre, uneinge» denk der liebenden Eltern,,die verlassen zurückblieben, nicht achtend die sichtliche Gefahr, der er sich preis gab, da er rein vom jeden Schlacken der Selbsiigkeit sich der Menschheit zum willigen Opfer , brachte: so gewahrt man den Genius der Menschheit, wie er uns mit unverkennbaren Zügen die Worte in das Herz gegraben hat: Helfet, wo ihr helfen, rettet, wo ihr retten könnet; ihr seyd alle gleich geschaffen von einem allgütigen Wesen. Vor diesem Machtgebote schwindet jedes Nebelgewand des Wahnes; jede Scheidewand, die nur der Verstand erfand und dasVvrurtheil befestigte, wovon aber das Herz nichts wissen soll, sinkt nieder. Die Seele darf nicht mit sich zn Rache gehen : ist es ein Jude oder ei« Christ, den ich dem Lode entreißen soll; nein, blindlings., unbedingt dem Rufe der Gottheit in unserm Innern folgend, die uns alle gleich l-ebt, uns alle mit gleichen Vestrcbungskrafttn znr Tugend auoffattet; verachtet der wahre Mensch alle Unterschiede und bewahret sich durch sanftmüthige Duldsamkeit jum gottgleichen Wesen. Dieß ist der Götterfunke, der uns allen ins Her; gesenkt wurde, der zur Flamme wird, wenn es Menschcnrttttmg» wenn es Menschenglück überhaupt