Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Aus Baiern [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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nicht unter der Herrschaft der Vernunft sichen, sondern von Geiz, Ehrsucht oder Wohllust regieret werden." Der Vernünftige jeder Religion weiß nur gar zu wohl, daß in dem äußerlichen Gepränge, in der Auswahl der Kleidung, in der Haltung des Körpers, in den bei jeder Religion üblichen Ceremonien das Wesentliche der Eottesvcrehrung nick: bestehe; doch versagt er auch den von der Mehrheit anerkannten Gebrauchen, in denen beinahe immer verdeckt ein edler Zweck ruhet, seine Achtung nicht, noch weniger wird er die auf dem Kleide seines Bruders befindlichen überladendcn Stickereien (gleich dem Hans in Swifts Märchen von der Tonne) mit Gewalt abrcißcn wollen, aus Dcsorgniß, cs mochte auch das gute Tuch damit in Stücke gehen. Das erste Geschäft Ciccro's (der so erhaben von der Natur der Götter schrieb) bei seiner Rückkehr aus dem Exil war, ein dem Jupiter gebrachtes Opfer — und Co. krates, der Weiseste der Vorzeit, befahl, als er schon den Giftbecher gcleerct hatte, dem Gott der Genesung einen Hahn zu schlachten. — *) _... 3. *) Wir mochten dem Urtheile unserer keser hier nicht vorgreifen,. daher enthielten wir uns aller Bemerkungen über diese Streikigkcitssache. Wenn eS indessen einer Seit-, narb unserer unmaßgeblichen Meinung, mit Recht zu wünschen ist, daß man in mehreren Gemeinden verschiedene Einrichtungen verbessern möchte: so zeugt es anderer Scits von einer weisen Regierung, wenn sie die bei einer Gemeinde seit langer Zeit ringcführkcn Gebrauche aufrecht zu. erhalten, den Vorstehern der-