Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Ein Wort über die Juden zu Livorno
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Seesen 1× ep/1048106
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frcrg# Berlin, Breslau, Seesen, Frankfurt am Main, Ecrtzcn, und ohne Verletzung Ihrer Bescheidenheit darf ich cs ja wohl sagen, zu Deßau —: aber dicß sind doch immer nur rühmliche Ausnahmen von der Regel, und im Ganzen sicht es in Ihren Schulen noch sehr düster und trübe aus. Co lange aber die Bildung der Jugend »crnachlaßigt wird, so lange darf sich auch der Staat von der bürgerlichen Verbesserung der Juden nicht viel versprechen. Sic kennen mich wohl, verehrter Freund, zu gut, als daß Sie aus dieser Acußerung einen Vorwurf für Ihre Nation argwöhnen sollten. Ich weiß cs recht gut, wie viel Schuld der Staat selbst an der vcrnachlaßigten Kultur dcr Juden hat, und freue mich deshalb recht herzlich, daß Ihnen jetzt die Morgcnrölhe einer schöneren Zukunft freundlich entgegen leuchtet. Mt welchem Vergnügen habe ich im Wefiohalischen Moniteur und in den beiden letzten Stächen Ihrer geschätzten Zeitschrift die Veranstaltungen gelesen, die man in dem neubcgründetcn Königreich zur bürgerlichen Verbesserung dcr Juden getroffen hat. „Hieronymus Napoleon — so schreibt der edle Graf Denzel v o n S t e r n a n *) — sprach im Geist des weisen Weltbürgersysiemch die Lösung Iahrtansendalter Banden aus; sic sielen — die Reste einer unglücklichen Nation traten, aus der vernichtenden Deugung abwürdigcndcn Bannes, in die Stellung des brüderlich aufgenommenen Bürgers, und ein deutsches Volk ehrte, sic brüderlich ausnehmend, den Menschen in sich, wie das *) I» dem achten Stück seines Aasen, Seite 386. Mir ganz aus dem Herzen geschrieben sind dort die Worte aus, über und für Israel.