Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Ein Wort über die Juden zu Livorno
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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tmlg behandelt, und es ist ein Vergnügen unter -er jüdischen Jugend die Beweise von Ehrerbietung und dankbarer Liebe gegen ihre Lehrer wahrzunchmen. Der Direktor der Schulen und einige der verhcirathcten Lehrer haben auch kleine Pcnsionsansialtcn für dir Kinder auswärtiger Eltern angelegt, und Referent versichert, mit innigem Vergnüge» in diesen fröhlichen und glücklichen Familienkreisen verweilt zu haben. Auch die in Livorno selbst anscßigen Hausvater, die sich wegen ihrer vielen Handelsgeschäfte oder wegen der häufigen Reisen um die Erziehung ihrer Kinder nicht bekümmern können, übergeben dieselben der Aufsicht . und Leitung jener Lehrer, Ein Beweis, wie sehr ihnen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt. Im Ganzen ist die Methodik des Unterrichts beifallswcrth, uitd von dem Verfinsterungssysiem und von dem güsttödtcndcn Mechanismus, den krasse Rabbiner in so viele jüdisch: Schulen unseres Vaterlandes cingeführt haben, findet man hier keine Spur. Alles arbeitet auf eine freie,, liberale Entwickelung und Ausbildung der Geisteskräfte. Gegen die Religion bezeigt man überall die hohe Achtung, die der beglückenden, von Gott gesandten, himmelwärts führenden Lehrerin und Trösterin des Lebens gebührt, und sucht die ausblühcndc Jugend für dieselbe zu erwärmen und zu begeistern: aber eben so eifrig bemüht man sich auch, diese durch den Flitterstaat des Vorurtheils und Aberglaubens entstellte Gottheit, in ihrer ursprünglichen Klarheit und Schönheit darzustcllen. Außer einer gründlichen und gelehrte« Kcnntniß der Bibel, der Massora und des Talmuds, sucht man ihnen alle die Kenntnisse beizltbringen, die zur intet» L 2 . '